Mittwoch, 23. September 2015

Keine Perfektion - aber große Liebe!

Quelle: La Maison Victor
In der Herbstausgabe 2014 von La Maison Victor gab es den Schnitt zu der Jacke Chloë.
Und dieses Bild schleppe ich nun schon die ganze Zeit mit mir herum - genau diese Jacke wollte ich unbedingt nähen.

Und wie das immer so ist - letztes Jahr traute ich mich noch nicht. Dann kam der Winter - da machte es dann auch keinen Sinn mehr. Im Frühjahr fand ich keinen passenden Stoff.

Mitten im Sommer entdeckte ich dann den Wollstrickstoff bei uns im Stoffladen gefunden. Wie geschaffen für diese Jacke. Kein normaler Mensch kauft dicken, warmen Wollstrick bei 35 Grad! Aber zu keiner anderen Jahreszeit bekommt man sowas so günstig....und: was ist schon normal!

Kaufen geht immer, aber bei 35 Grad Winterklamotten nähen, das schaffe selbst ich nicht. Als der Sommer dann neulich spontan beschloss, den ersten herbstlichen Tagen zu weichen, schnappte ich mir Wollstrick, Schnittmuster, Nähmaschine und den neu erworbenen Obertransportfuß und dann ging es los.

Schon gleich zu Anfang beschloss ich, die Jacke zu füttern. Das war auch die richtige Entscheidung, denn der Wollstrick fusselt doch sehr. Außerdem habe ichd as Gefühl, dass die Jacke dadurch echt formstabiler ist und sich nicht so verzieht.
Dazu hatte ich mir vor Monaten schon Wirkfutter (auch als Charmeuse bezeichnet und verkauft) besorgt, das Sandra von Zufall wenn's klappt mal als gutes Material für ein dehnbares Unterkleid oder dehnbares Futter empfohlen hatte (und für diesen Mantel finde ich es prima!).

Nach der ersten Runde stellte ich dann folgendes fest:
  • Ich muss rund 15 cm kürzen (obwohl in der Maßtabelle als Körpergröße 168 cm angegeben sind,  was meiner realen Größe mit 165 cm schon recht nahe kommt...)
  • Jacken ohne Kragen standen mir noch nie (also warum sollte das jetzt anders sein???), also musste ein Kragen her und zwar ein großer! Zum Hochklappen!
Die Änderungen waren schnell gemacht, und da ist sie:
Es ist ja noch nicht so kalt, da kommen die dreiviertel Ärmel noch voll zur Geltung:


Wenn die kleinen Änderungen nicht gewesen wären, hätte ich eine ziemlich perfekte Jacke.

Aber, ich habe es tatsächlich geschafft ungleichmäßig zu kürzen  - die vorderen Ecken zuppeln ein bisschen nach unten (die Fotos oben zeigen das nicht, auf den unteren Fotos sieht man es besser!) - seltsam, dass sie das dann wenigstens auf beiden Seiten gleich tut...ich habe also schön gleichmäßig schief gekürzt.

Und wenn's dann etwas frischer ist, hat im Zweifel der Pulli drunter lange Ärmel (ich mag diese dreibviertel Ärmel von der Optik wirklich gerne, neige aber schnell dazu, doch an den Armen zu frieren, was dann wieder die Frage aufwirft, ob das wirklich so praktisch für mich ist ;-)):


Beim Zuschneiden des Kragens habe ich die ganze Zeit wie ein Mantra vor mich hin gemurmelt: "Der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden, der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden, der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden,...."

Aber das ist wie beim Radfahren, wenn ein Loch in der Straße ist, das man schon lange kennt und normalerweise sicher daran vorbei fährt. Außer man denkt bewusst daran, dass man da auf keinen Fall reinfahren darf...und schon rumst es :-).

Und so waren meine Hände autark im Handeln und hatten irgendwie ihren eigenen Kopf, Ober- und Unterkragen sind gleich groß, ich habe das auch gesehen und trotzdem zusammen genäht. Doof? Irgendwie schon, aber ich war machtlos!
Jetzt zuppelt die Jacke halt vorne und den Unterkragen sieht man auch, wenn ich den Kragen nicht hochklappe.

Jeder, der dieses Handwerk gelernt hat,  bekommt da sicher die Krise...ich stecke in einer emotionalen Schieflage: es sollte mich stören, das weiß ich.....es tut es aber nicht! Ich liebe diese Jacke mit ihren Unzulänglichkeiten....dabei wären sie wirklich leicht zu beheben...

Und so gilt eben auch für diese Jacke: "Nobody's perfect!"

Hier der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Jacke Chloë von La Maison Victor
Stoff:dicker Wollstrick
Anpassungen: genäht in Gr 36, 15 cm gekürzt und Kragen anmontiert. 
Schwierigkeit: ohne füttern der Jacke leicht, mit dem Futter mittel
Nochmal machen: würde ich gerne, aber ich brauche nur eine ;-)

Wird's schon herbstlich beim MMM?
Muss ich gleich mal nachsehen!

Viele Grüße,

SuSe


Donnerstag, 17. September 2015

burda und die Größen

Es wird ja immer wieder über die Schnitte von burda geschrieben. Die Anleitungen seien kompliziert und unverständlich, die Schnitte passen nicht etc.

Beides kann ich auch für mich auch nicht ganz ausschließen - ich kämpfe mich durch und oft funktioniert es irgendwie. Manchmal bin ich begeistert und manchmal bin ich gefrustet. Und ich probiere es immer wieder.

Diesen Sommer habe ich zwei Blusen genäht, bei denen ich vor allem wegen der Passform die Krise bekommen habe.

Beide fand ich super schön und sie standen schon länger auf meiner Nähliste:

Das eine war die Carmenbluse (links), das andere war die  Blousonbluse (rechts):

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Quelle: burda
Outfit2.4.1
Quelle: burda






















Beide Schnitte gab es leider nur ab Gr. 36, das heißt tendenziell schon mal etwas zu groß...
Beides Schnitte, die locker fallen, also tendenziell noch viel größer....

Also habe ich beide Schnitte schon mal um eine Nummer verkleinert.
Und trotzdem - die sind immer noch riiiiiiiiesig!

Bei der Carmenbluse bin ich am überlegen, wie ich die noch etwas kleiner bekomme. Irgendwie ist das unheimlich viel Stoff, auch um den Ausschnitt herum...

Mit Gürtel (so wie das Model die Bluse trägt) geht es tatsächlich etwas besser (sorry, das Foto ist unauffindbar...:-()  - aber so richtig toll gefällt es mir auch nicht.

Was ich nach wie vor neckisch finde, sind die Schlitze an den Ärmeln:

Mal sehen, vielleicht wird das ja noch was...bis zum nächsten Sommer.


Bei der Blousonbluse habe ich an beiden Seiten in 
der Taille locker nochmal 4 cm rausgenommen - zusammen sind das ganze 16 cm weniger! Um nicht an die Ärmel ran zu müssen habe ich dazu links und rechts Abnäher reingenäht.

Trotzdem werde ich hier nochmal das Bundgummi entfernen und auch am Bund nochmal Stoff rausnehmen - das sieht aktuell etwas unförmig aus - obwohl ich es anscheinend für die Fotos ganz gut zurecht gezippelt habe. 




Man will sich eben immer von der besten Seite zeigen ;-)


Aber bei Burda sollte ich wirklich die Finger von Oversized oder weit geschnittenen Oberteile lassen...trotzdem frage ich mich, wie diese Größen gradiert werden. Am Ende sind doch 84 cm BU nicht nur bei mir 84 cm BU, oder??? Vor allem, weil das bei körpernahen burda Schnitten bei mir tatsächlich oft hinkommt...seltsam.

Hier der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Carmenbluse und Blousonbluse, beides von burda style
Stoff: für die Carmenbluse: Viskose-Baumwollgemisch fließend; Blousonbluse: Baumwolle mit etwas Stand
Anpassungen: genäht in Grr 36, viel enger enger gemacht und müsste noch enger sein.
Schwierigkeit:beide burda Kategorie 2 (leicht)
Nochmal machen: nein, diese beiden reichen ;-)

Verlinkt bei
RUMS

LG SuSe


Mittwoch, 16. September 2015

Büro Chino

Der Lässige Ludwig kann auch bürotauglich. Es gibt bei uns zwar so gar keine Kleiderordnung, aber so ein ganz klein bisschen schick mag ich es doch. Z.B. werde ich die Hose, die ich letzten Mittwoch zeigte, ziemlich sicher nicht ins Büro anziehen (ihr hört die kleine Einschränkung....:-))

Diesmal habe ich einen Stoff verwendet, den ich persönlich sehr konservativ finde und der daher einen pfiffigen Schnitt braucht, um nicht öde zu wirken.

112 082014 B
Quelle: burda
Lange dachte ich über die Knickerbocker Hosen von burda nach, die letztes Jahr in einer der Herbst Ausgaben war.

Aber dann habe ich ja ständig mit Passform und Größen gehardert und bin das einfach nicht angegangen.

Bis mir dann neulich der Schnitt Mein Ludwig Lässig über den Weg lief und mich dann auch gleich bei meinem ersten Nähversuch sehr positiv überraschte.

Und da in der Anleitung vom Ludwig stand, dass auch Webware mit Elasthan vernäht werden kann,und auch beschrieben wird, worauf man achten muss, hat auch dieser Stoff endlich seinen Weg gefunden.

Der Schnitt sieht hinten zwei Falten vor - da wo andere Hosen Abnäher haben. Bei der Sweat Variante habe ich die Falten auch gelegt - erstens verschwinden die im Muster und zweitens habe ich da nicht so darüber nachgedacht.

Aber: eigentlich tragen diese Falten etwas auf. Daher habe ich diesmal aus den Falten Abnäher gemacht, und ich denke, das ist bei diesem Stoff auch gut so.


Angezogen habe ich diese Chino jetzt wirklich schon ein paar Mal - sie trägt sich toll und ich bin nach wie vor begeistert von dem Schnitt. Für den Winter werde ich nochmal eine aus dickerem Stoff - vielleicht Jeans - probieren.

Und klar, man muss diese Variante nicht im Büro anziehen , die geht auch lässig mit Cloggs und Top, so habe ich sie im heißen August das eine oder andere Mal angehabt:


Wenn es aber aktuell schon etwas herbstlicher zugeht, verträgt sie sich auch gut mit Pulli und Strumpfhosen:


Aber die oben gezeigte burda Hose finde ich nach wie vor toll - vielleicht muss ich mal die Schnitttmuster vom lässigen Ludwig und dieser burda Hose an der entscheidenden Stellen übereinander legen und sehen, ob ich den burda Schnitt anpassen kann...

SchnittmusterMeinLudwigLässig von Lotte und Ludwig; Variante knielang, Bund zum öffnen (statt Fake)
Stoff: nur ganz leicht stretchiger, dünner, wahrscheinlich Polyester Stoff vom Stoffmarkt
Anpassungen: genäht in Gr. 38, Abnäher statt Falten hinten, am Bund etwas enger gemacht, sonst nix
Schwierigkeit: eher leicht (super Anleitung, einfach machen, was da steht ;-)
Nochmal machen: ja, jetzt muss noch eine Winter Variante her- ich liebe diese schräge Knopfleiste!

Der MMM wartet mit vielen wunderschönen kreativen Kleidungsstücken und Dfodo von Dodobeads zeigt einen kuscheligen Maxi Cardi!

PS: bei Mama macht Sachen läuft gerade ein super interessanter Sew Along, zum Thema Bekleidung bei der Arbeit: der Working Girls SewAlong. Verfolgen werde ich den auf alle Fälle - zum Mitmachen reicht die Zeit leider nicht.

Viele Grüße,

SuSe

Mittwoch, 9. September 2015

Mein Ludwig Lässig

Nach den vielen tollen "Mein Ludwig Lässig"  Hosen von Lotte und Ludwig in den letzen Wochen, musste das bei mir auch sein und der Sewatstoff, bei dem ich immer schon am Rätseln war, was aus ihm mal werden sollte, fand seine Bestimmung: der lässige Ludwig passte wie Faust auf's Auge.

And here comes: My Chino "Ludwig lässig"

Bei den teilweise recht hohen Temperaturen der letzten Wochen war sie einfach lässig mit Cloggs und Shirt - und hochgekrempelt ;-):


Diese Chino zu nähen hat richtig Spaß gemacht, denn das ebook finde ich super ausführlich und sehr gut verständlich. Da diverse Varianten angeboten werden (verschiedene Bundformen bis hin zum Schwangerschaftsbund, verschiedene Beinabschlüsse und Bein längen) und es auch eine Erklärung dazu gibt, wie man sie auch aus Webstoffen mit etwas Elasthananteil nähen kann, wird das nicht meine letzte  Hose nach diesem Schnitt sein.

Cool ist, dass es eine Variante gibt für Frauen mit "Apfelpo". Und das ist endlich mal eine super tolle Idee für Frauen mit meiner Figur: eigentlich schlank, aber durch einen etwas größeren Po ein Ungleichgewicht zwischen Taille und Hüfte.

Wer hier schon öfter mal gelesen hat, weiß, dass ich soooo gerne mal passende Hosen nähen würde. Und dieser winzige, kleine Hinweis hat bei mir ein echtes Aha Erlebnis ausgelöst.

Z.B. die burda Größentabelle: da müsste ich bei Hosen eine klare 40-42 wählen. Das habe ich eins- zweimal probiert und bin jedes Mal total abgesoffen. Anpassungen Richtung Bund waren mäßig erfolgreich....

Beim Lässigen Ludwig wird das relativ einfach gelöst, indem man dem Po mehr Platz verschafft. In diesem Fall wird einfach an dem hinteren Hosenbein die Schrittlänge nach oben hin verlängert. Und siehe da - genäht habe ich eine Größe 38 und habe sie am Bund enger gemacht, indem ich vorne einfach eine zweite Falte gelegt habe. Das passt perfekt.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Maßtabellen vom Lässigen Ludwig und der burda auch verschieden sind. Klar sind sie das.
Und man kann sagen, dass bei locker sitzenden Hosen das alles ja auch etwas einfacher ist. Das ist sicher auch nicht falsch.

Ich werde es aber auf alle Fälle mal testen, ob ich nicht mit einem locker geschnittenen burda Schnitt mit dieser Anpassung auch weiter komme, als bisher.

Und für mich klingt das logisch.
Beim Recherchieren bin ich allerdings  auch noch auf eine andere Variante gestoßen, die einfach einen Keil am hinteren Hosenbein einsetzt.
Klingt auch logisch - die Frage ist, führt das nicht zum gleichen Ergebnis?
Oder ist eine Variante besser, als die andere?

Muss ich testen ;-) Oder weiß das jemand von Euch?

Mit der Beinlänge konnte ich mich einfach nicht entscheiden - in kurz ist sie klasse, aber in lang gefällt sie mir auch.

Da kann ich sie sogar noch im Herbst anziehen...


Und da sie sich so schön krempeln lässt, habe ich sie einfach lang gelassen.

Schnittmuster: MeinLudwigLässig von Lotte und Ludwig; Variante lang, Bund zum öffnen (statt Fake), Beine unten abgesteppt
Stoff: Baumwoll Sewat von butinette
Anpassungen: genäht in Gr. 38, am Bund etwas enger gemacht, Beine etwas gekürzt, sonst nix
Schwierigkeit: eher leicht (super Anleitung, einfach machen, was da steht ;-)
Nochmal machen: ja, unbedingt - ich liebe diese schräge Knopfleiste!

Verlinkt beim MMM, wo Elke heute in einem sportlichen Sommerkleid einen tollen Ausflug in die Färbetechnik macht - das klingt, als musste man das unbedingt auch mal probieren! Vielleicht gibt's aber heute noch mehr Hosen zu sehen? Der Herbst nähert sich ja bereits...


Viele Grüße, SuSe

Mittwoch, 2. September 2015

Nur ein altes Bettlaken...

Die Sommerpause des MMM ist rum und ich freue mich sehr darüber. Danke an die Organisatorischen, die es schaffen , jeden Mittwoch zu einem ganz besonderen Tag zu machen!

Obwohl ich öfter mal daran dachte, dass ich ja trotzdem was schreiben könnte, gab es doch vieles andere zu tun. Sommer ist schließlich nur einmal im Jahr und man muss Prioritäten setzen :-).

Genäht wurde trotzdem eine ganze Menge, denn bei über 35 Grad mag ich dann auch nicht mehr wirklich raus gehen, wenn es sich vermeiden lässt.
Und so konnte ich das eine oder andere meiner Projekte aufgreifen und in die Tat umsetzen.

Wer erinnert sich noch?

Im Juni habe ich alte Bettlaken gefärbt und mich die ganze Zeit gefragt, was ich daraus machen soll.

Dann bekam ich das Buch "Liebe auf den ersten Stich" von Tilly Walnes in die Hände und verliebte mich gleich in das Kleid "Lilou"....

Und das erste Mal überhaupt dachte ich, das nähe ich erst Mal als Probekleid.

Normalerweise empfinde ich Probestücke nähen als seeeehr lästig und mache es daher so gut wie nie. Ich mag einfach nicht mit Stoffen nähen, die mir von vorneherein nicht gefallen und bei denen ich weiß, dass ich sie auf keinen Fall tragen werde.
Und Stoffe die mir gefallen, will ich dann gleich richtig vernähen und nicht versauen - das ist ein echtes Dilemma.

Bislang hatte ich auch sehr viel Glück und habe seltenst etwas so versaut, dass ich es wegschmeißen musste

Auch das gefärbte Bettlaken fand ich wirklich schön und zu schade für ein Probekleid.
Allerdings war es an der einen oder anderen Stelle schon etwas verschlissen, so dass ich es diesmal über's Herz brachte und hoffte, ich könne mein Probekleid vielleicht auch anziehen.

Und ja, das geht zum Glück ;-), denn die verschlissenen Stellen fallen nicht wirklich auf, da sie unter den Falten verschwinden. Außerdem ist es eben ein altes Leintuch - und Leinen ist ja auch nicht so regelmäßig...
Und da das recht fester und rauher Stoff ist. habe ich das Oberteil mit einem weicheren Stoff gedoppelt, dass es auf der Haut nicht so kratzt.

Dieses Kleid ist daraus geworden:


Ich war noch unschlüssig wegen der Länge und habe daher Fotos gemacht, um es besser beurteilen zu können. Eigentlich wollte ich nochmal neue machen... (und jetzt fällt mira uch auf, dass es etwas schief in der Taille sitzt, oder stehe ich nur schief? das muss ich mir nochmal genauer ansehen...)

Jetzt, Wochen später, wusste ich nur noch, dass ich einen Haufen Fotos von dem Kleid gemacht habe und es doch mal zeigen könnte - hatte aber vergessen, dass noch Stecknadeln am Saum stecken :-) . Inzwischen ist es fertig und die Länge ist so geblieben, wie auf den Fotos :-)

Trotzdem gibt es also heute Fotos mit abgestecktem Saum.

Wenn ich nach der Größentabelle im Buch gehe liege ich zwischen 3 Größen, je nachdem ob man BU, TU oder HU als Maßstab wählt. Und genau so, habe ich das dann auch gemacht - und lag damit voll daneben.

Das ganze Kleid war von oben bis unten viel zu groß und ich habe ewig mit den Abnähern gebastelt, bis das Oberteil endlich saß. Das passte dann natürlich nicht mehr zum Rock und zu den Falten - also nochmal basteln.
Und da war ich dann richtig froh um das Thema Probekleid, denn erstens ist der Stoff ja sowas von unkompliziert und verzeiht es auch wenn man eine Naht das fünfte Mal auftrennen muss und zweitens, konnte ich mir ja auch immer sagen, Mensch, das ist nur ein altes Bettlaken!

Und das Endergebnis ist in Ordnung. Jetzt sitzen zwar beide Brustabnäher mit der Spitze wirklich fast mitten auf der Brust  - was wohl technisch nicht per se falsch ist, denn ich habe gelesen, dass die Abnäher aus rein Ästhetischen Gründen nach unten oder weiter zur Seite versetzt werden...ja und das kann ich auch irgendwie verstehen. Ob ich da bei Kaufkleidung jemals vorher darauf geachtet habe??? Erinnern kann ich mich nicht, wenn dann allenfalls unbewusst...



.....und irgendwie bin ich auch hinten mit den Falten nicht mehr ganz einig geworden.
Das muss ich auch nochmal herausfinden, warum das so komische Falten schlägt...


huh, die Falten sehen ja gruselig aus......!!
Nichts desto trotz ist es ein tragbares Probekleid geworden, das auf alle Fälle sommer-freizeit-tauglich ist. Nach dem Bügeln war das mit der Rückenansicht auch nicht mehr ganz so schlimm - trotzdem müsste ich es eigentlich nochmal auftrennen...oder ignoriere ich, dass andere mich eventuell auch mal von hinten sehen müssen? Ich muss es ja nicht...;-)

Und wenn's Abends dann mal frischer wird, gibt's auch die passende Jacke dazu:

Und wem das alles zu viel zu lesen war hier nochmal die Eckdaten:

Schnittmuster:Kleid "Lilou" aus dem Buch  "Liebe auf den ersten Stich" von Tilly Walnes
Stoff: Bettlaken, gefärbt
Anpassungen:gewählte Größen waren viel zu groß, daher alles kleiner gemacht. Nächstes Mal wähle ich von vorneherein die kleinere Größe; das Oberteil habe ich gedoppelt
Schwierigkeit: mittel - man hat Abnäher, die zwischen Oberteil und Rockteil zusammen passen sollten und einen nahtverdeckten RV hinten...
Nochmal machen: ja, ich habe noch ein Bettlaken, das wird wohl noch ein Probekleid ;-)

Verlinkt bei MMM, wo die Sommerpause jetzt wieder vorbei ist und uns Claudia von bunte kleider im schicken Leopardenwickelkleid begrüßt.

Viele Grüße,

SuSe