Dienstag, 30. Juni 2015

Lavendel

Ich liebe Lavendel. Nicht nur, weil er toll riecht und schön aussieht, sondern auch, weil ich keine Gärtnerin bin. Und da braucht es Pflanzen, die wenig Pflege brauchen und im Prinzip alleine klar kommen. Also habe ich jede Menge Lavendel im Garten.


Und im Juni braucht er dann das einzige Mal im Jahr doch etwas, er muss nämlich ordentlich gestutzt werden, sonst verholzen die Büsche sehr und sehen nicht mehr so schön aus. Darauf freue ich mich jedes Jahr, denn das riecht so gut :-)

Dieses Jahr habe ich nicht nur Sträußchen gebunden, sondern auch das erste Mal ein paar Lavendelsäckchen für den Kleiderschrank genäht. Eigentlich nähe ich ja nur Kleider, aber da das auch für den Schrank ist, mache ich da mal eine Ausnahme ;-)


Sie sind eben schnell "zusammengezimmert" aus Stoffresten und ohne Tunnelzug (der sicher auch nett wäre, ich aber am Sonntag Abend dann doch zu müde war).



Ach so was zum Anziehen kann ich auch noch rasch zeigen:mein Kimono Tee in der Jersey Variante.


Dazu mehr und auch Tragebilder irgendwann mal Mittwochs :-).

Verlinkt beim CreaDienstag und bei Handmade on Tuesday!

Bis bald!

Viele Grüße, SuSe

Mittwoch, 24. Juni 2015

Webware Kimono Tee

Kann man  das Kimono Tee von Maria Denmark, aus Webware nähen?

Ja, man kann!

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft!


Die Idee kam mir ziemlich spontan, als ich diesen fließenden, leichten Viskosestoff bei uns im Stoffladen entdeckte:

Kurz zuvor hatte ich den Schnitt ausprobiert - mit einem Jersey, den ich zwar schön, mir aber für mich nicht vorstellen konnte, das Shirt dann aber doch ganz schön war (das ist aber eine andere Geschichte für einen anderen Tag).

Das Kimono Shirt fällt auch in der Jersey Variante schon recht locker, trotzdem dachte ich, dass ich bei Webware besser noch etwas Sicherheitsabstand mit einbaue. 
Beide Schnittteile werden im Bruch zugeschnitten, und da ich das Shirt insgesamt weiter haben wollte, dachte ich, ich lasse einfach in der Mitte mehr Stoff zu und legte die Schnittteile im Abstand von ca 1,5 cm vom Bruch entfernt.
Das war aber ein rein gefühlter Wert (der so ganz gut war). Und ob man das üblicherweise so macht, weiß ich auch nicht - ich hab's so gemacht ;-)



Außerdem habe ich den oberen Teil bis unter die Ärmel gedoppelt - nachdem ich in letzter Zeit mit Belegen echt gekämpft habe, dachte ich, ich probiere mal, ob das besser funktioniert.


Und es hat funktioniert - das Teil bleibt da wo es hinsoll! Ein bisschen länger hätte ich es machen müssen - es verläuft leider nicht ganz unterhalb der Brust - zeichnet sich aber nicht ab, daher ist das nicht schlimm.

Auch muss ich das Shirt noch kürzen - denn wenn ich nachgedacht hätte, wäre mir aufgefallen, dass es im unteren Bereich - da nicht mehr dehnbar - nicht mehr über meinen Po passt. Auf den Fotos habe ich es erst Mal einfach nach innen umgeklappt und in die Hose gesteckt, muss das aber noch ordentlich machen.


sewing galaxy  machte mich darauf aufmerksam, dass das Teil unter Umständen zu viele Falten schlagen könnte. Noch kann ich das Gegenteil nicht behaupten, denn am Rücken sind definitiv Falten, bin aber guter Hoffnung, dass sich das Problem zumindest teilweise löst, wenn ich es auf Hosenbundlänge gekürzt habe. 
Wenn nicht, gibt es denn dann eine Möglichkeit, das noch in der Griff zu bekommen?

Mit Rock sieht es auch ganz schick aus (sorry, die Fotos sind Mist, es war zu dunkel):

Und auch mit dunklen Jeans geht es gut.
Da konnte ich mich nicht entscheiden, welche Schuhe ich anziehen soll - also an jedem Fuß einen, so mache ich das eigentlich immer, wenn's schnell gehen muss, da hat man den direkten Vergleich ;-)


Man hat auch mit hohen Schuhen echt gleich eine ganz andere Haltung, was sich dann sofort wieder auf Proportionen auswirkt.

Ich könnte jetzt noch endlos weiter ausprobieren , was noch so alles passt, aber erstens will ich Euch nicht langweilen und zweitens werde ich es genau in diesen Variationen tragen und nicht noch in 10 anderen möglichen ;-)

Leider ist es heute hier noch immer zu kalt, um damit raus zu gehen - also werfe ich mich rasch noch in lange Jeans und Langarmshirt :-(.

Und jetzt gibt's noch die

Zusammenfassung für die Eiligen:

Schnittmuster:Maria Denmark,
Stoff: Viskose aus den Stoffladen
Anpassungen: Da der Schnitt eigentlich für Jersey und nicht für Webware ist, Mehrweite zugegeben und den oberen Teil incl. der Ärmel gedoppelt
Schwierigkeit: das Shirt aus Jersey zu nähen ist super einfach. Aus Webware auch, das Doppeln vom Oberteil hatte ich hier schon mal beschrieben
Nochmal machen: unbedingt, wenn ich nochmal einen so schönen Stoff finde. Und auch aus Jersey gerne nochmal.

Wie immer Mittwochs ab zu den anderen wunderschönen Näherzeugnissen beim MMM, wo heute Lucy in fröhlichem Mustermix und Regenschirm begleitet  aber auch zur Kimono Tee Party von Fredi.

Viele Grüße,

SuSe

Mittwoch, 17. Juni 2015

#MMM21: Aus burda Kleid wird Shirt mit Rock


Seit langer Zeit schaffe ich es endlich mal wieder Posts zu schreiben - man kann eben nicht immer alles machen :-).

Man merkt schon deutlich, dass der Sommer naht, der Garten verlangt eine Mindestaufmerksamkeit, sonst verlaufen sich die Hühner im Urwald und finden den Weg zum Stall nicht mehr. Und ich hätte jeden Tag Ostern und müsste die Eier suchen. Das würde mir dann auch nicht mehr Näh- und Blogzeit bringen ;-)

Und natürlich möchte man lieber draußen in der Sonne sitzen, Nähmaschine und Laptop möchten das aber lieber nicht. Und so vergehen die Wochen :-).

Aber da bin ich wieder und es ist mal wieder dringend Zeit etwas Genähtes vorzustellen.

108C-112014
Quelle: burda style
Versucht habe ich mich an diesem Kleid aus der burda November 2014. 

Ich hatte schon den Verdacht, dass das Kleid mir zu lang werden könnte, war mir aber völlig unklar darüber, wo ich bei den Schnittteilen kürzen sollte (da fehlt mir eben immer noch die Erfahrung und das Gefühl dafür).

108C-112014
Quelle: burda style

Also habe ich beschlossen, erst mal nur die Anpassungen zu machen, die ich immer machen muss, also oben Gr. 36 und Richtung Hüfte irgendwas zwischen 38 und 40.

Und es war zu lang :-). Und zwar nicht im unteren Bereich, sondern in der Mitte. Das hatte zur Folge, dass die Godets nicht knapp unterhalb der breitesten Stelle der Hüfte anfingen, sondern wesentlich tiefer, so dass meine breiteste Stelle dann wirklich breit aussieht :-). 


Ich habe versucht, das "zu viel" an Stoff oberhalb der Taille mit einem Gürtel "hochzustupfen" (das funktioniert manchmal ganz gut, aber durch die Godets ist der Rock unten relativ schwer und zieht trotzdem nach unten. Auf dem Foto mag es noch gehen, aber wenn ich mal eine viertel Stunde durch die Gegend laufe, zieht es alles nach unten und sieht dann richtig doof aus.

Jetzt konnte ich aber auch sehen, wo zu viel Stoff war (was ich vorher anhand des Schnittmusters einfach nicht gesehen habe) und habe kurzerhand in der Mitte ein Shirt und einen Rock daraus gemacht.

Mit Gürtel sieht es jetzt immer noch aus, wie ein Kleid, und ohne ist es etwas schlichter, aber auch nett.


Die Kanten habe ich als Rollsaum mit weißem Faden versäubert - das lässt die Säume sich so schön wellen.


Und man kann sich auch toll drehen (im Zweifel auch aus dem Bild raus :-))

An den Ärmeln habe ich die Godets weggelassen, das wäre mir zu verspielt gewesen.

In Summe war das Zusammennähen nicht wirklich schwer - einzig: auch ich habe ein Problem, den Beleg am Ausschnitt so hinzubekommen, dass er nicht dauernd nach oben rausrutscht.

Mich tröstet zwar, dass ich damit nicht alleine bin, aber da gibt es irgendeinen ganz entscheidenden Punkt, den ich zu blöd bin, in allen tollen Anleitungen zu finden. Ich schätze, das muss ich wirklich mal unter Aufsicht machen, um das zu verstehen...

Obwohl ich es nicht wollte, habe ich ihn trotzdem außen nochmal an der Kante entlang angenäht, das hilft ein ganz, ganz klein wenig, den Rest erledige ich mit Schultern zurück, Bauch einziehen, gerader Rücken, Körperspannung und tief einatmen, das hat noch einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Vielleicht müssen Belege so sein ?? :-)

Mit Hose sieht das Shirt super aus (Schultern zurück, tief einatmen, *klick* :-)).


Und der Rock mit Shirt auch:

Und wenn's mal frischer wird, auch mit Jacke:



Auch beim Einnähen der Godets braucht es irgendwie doch einiges an praktischer Übung. 
In der Theorie ist das nicht schwer, aaaaber in der Praxis meine Hände, die Stecknadeln, den doch etwas flutschigen, dehnbaren Jersey, und die Nähmaschine so miteinander in Einklang zu bringen, dass ein halbwegs einheitliches Aussehen entsteht - nun ja. Das muss ich noch ein paarmal üben :-).
In diesem Falle sage ich: es leben die wilden Muster! Die schlucken die meisten Unzulänglichkeiten problemlos.

Okay, das war ein langer Post aber ehrlich gesagt - ich mag lange Posts, da erfährt man wenigstens was. Vielleicht geht's Euch auch so?

Wer's aber lieber kurz mag:

Schnittmuster: burda
Stoff: Jersey von buttinette (glaube den gibt's nicht mehr)
Anpassungen: Kleid zu lang im mittleren Teil, daher auseinander geschnitten und Shirt und Rock daraus gemacht, Godets an Ärmeln weggelassen
Schwierigkeit: ich fand es nicht so schwer, bin aber zu blöd, Belege schön einzunähen - und das Muster schluckt viele kleine Unzulänglichkeiten
Nochmal machen: och nö, eins davon reicht. Es gibt noch so viele andere interessante Schnitte.

Und endlich bin ich auch mal wieder beim MMM dabei!

Liebe Grüße,
SuSe

Dienstag, 16. Juni 2015

Kreatives Chaos

Am Wochenende hat es mich voll erwischt. Ungeachtet der Tatsache, dass auch diesmal das Wetter eher nach Garten und draußen sein gerufen hat, habe ich es geschafft innerhalb von kurzer Zeit das Wohnzimmer in ein absolutes Chaos zu verwandeln.

Eigentlich wollte ich nur endlich mein Kleid zu Ende bringen (was ich auch geschafft habe, aber anders, als ich mir das vorgestellt habe). Einen Post dazu habe ich auch schon angefangen, den gibt's dann morgen zusammen mit Tragefotos!


Und ich wollte endlich mal wieder ganz viele Fotos machen um auch endlich mal wieder Posts schreiben zu können - das hat in den letzten Wochen echt nicht mehr reingepasst.

Danach hatte ich eigentlich vor, nur noch schnell aufzuräumen, dann fiel mir ein, dass ich schon längst mal die alten Bettlaken färben wollte. Farbe hatte ich schon länger mal besorgt, Salz war auch da, also ab damit in die Waschmaschine.

Draußen im Wind waren sie schnell trocken und jetzt habe ich zwei Stück relativ feste Baumwollstoffe, einen in türkis und einen in Baumwolle ca. 150 *270 cm. Was ich daraus mache, weiß ich noch nicht...Was würdet Ihr daraus machen???

Und wo ich mir gerade schon Gedanken mache, was ich daraus nähen möchte, könnte ich ja auch mal über andere Stoffe und Schnittmuster nachdenken.
Ich brauche ja auch das nächste Nähprojekt...


Den türkis-schwarzen Stoff hatte ich mir mal für eine luftige Hose gekauft - aber ich und Hosen nähen....obwohl ich das echt mal wieder angehen müsste....mal sehen, vielleicht wird aber doch noch was anderes draus...

Für den leichten Stoff mit grauen, rosafarbenen und blauen Kreisen habe ich mir eine Bluse aus einer der letzten burda Ausgaben ausgesucht und es immerhin schon geschafft, den Schnitt abzupausen.

Ich wollte immer schon mal ausprobieren, ob man ein Kimono Tee (Maria Denmark) auch aus Webware nähen könnte (der Schnitt fällt so schön luftig, Kopf und Schultern müssten durch den Ausschnitt passen, wenn nicht gibt's noch einen RV auf dem Rücken).

Also habe ich gleich mal mit dem Ausschneiden begonnen.

Als ich das Schnittmuster bei Maria Denmark runtergeladen habe, bin ich auch über einen "Trousers Sew Along" gestolpert. Da gibt es ein Kapitel zum Thema Anpassen von Hosen, das mir ziemlich "praktisch" und logisch vorkam. Seitdem geisterte mir das immer mal wieder durch meinen Kopf und ich fing wieder (wie letzten Herbst) an, Hosen an anderen genauer zu studieren (da muss man immer voll aufpassen, dass man nicht erwischt wird, denn am ehesten passiert das beim Anstehen an der Kasse ;-)).

Ach ja, und als ich dann meine Lieblingsjeans in die Wäsche werfen wollte, (um den Rest Farbe aus der Maschine zu bekommen, mussten gleich noch zwei Maschinen dunkle Wäsche hinterher) hatte ich auf einmal Lust, mich mal wieder mit dem Hosenthema zu beschäftigen.

Bisher waren meine Erfahrungen beim Hosennähen eher gemischt und der Erfolg gefühlt vom Zufall abhängig, aber es fuchst mich nach einiger Zeit doch immer wieder und lässt mich nicht los (hier meine Versuche) - das muss doch in den Griff zu bekommen sein?


Zusammen mit den Tipps aus dem Sew Along und dem Buch "Pants for real people", immer wieder ausmessen und basteln, glaube ich jetzt ein paar relevante Hinweise gefunden zu haben. Sofern das stimmt, mache ich demnächst nochmal einen extra Post dazu.

Und, obwohl ich eigentlich aufräumen wollte, sah Sonntag Nachmittag das Wohnzimmer schlimmer aus, als vorher...zum Glück schmunzelt meine Familie darüber nur.


Schade ist nur, dass Aufräumen nicht wirklich Spaß macht...

Draußen war ich übrigens doch auch noch, die Johannisbeeren sind reif :-) und wollten gepflückt werden.

Wenn das mal kein kreatives Wochenende war ;-)

Und was habt Ihr so gemacht, am Wochenende? Ich geh mal beim Creadienstag schauen!

Viele Grüße,
SuSe