Mittwoch, 11. November 2015

Ausgegraben

Lang ist es her, ziemlich lang. Ich glaube, es war Anfang des Jahres. 
Da habe ich diesen Pulli genäht. Und war auch sehr angetan vom Ergebnis. 
Habe auch gleich Fotos gemacht. Damals...

Mit Boyfriend Jeans und Skinny Jeans ...


....und mit Jeansrock:

Alle Kombinationen haben mir damals sehr gefallen. Dann ist der Pulli im Schrank verschwunden. Wo er bis heute liegt. 

Heute habe ich durch Zufall die Fotos wieder entdeckt. Und frage mich, warum ziehst Du das denn nie an? Mir gefällt es immer noch, wenn ich die Fotos so anschaue. 

Vielleicht habe ich immer noch zu viel im Schrank, obwohl ich doch schon so viel aussortiert habe...
Macht mich gerade ein bisschen nachdenklich....

Petra von HomeSweetHome zeigt heute beim MMM auch einen lange gehüteten Schatz, der inzwischen ans Tageslicht darf, alles nur wegen der Knopflöcher (das kenn ich doch auch irgendwoher ;-))! Und was gibt's sonst noch zu sehen beim MMM?

Schnittmuster: BeeWave von BeeKiddy
Stoff: Sommersweat und Jacquard Jersey von butinette
Anpassungen: genäht in Gr. 36, 
Schwierigkeit: leicht bis mittel, da der Kragen ein bisschen fummelig einzusetzen ist
Nochmal machen: mal sehen... 

Nachdenkliche Grüße
SuSe

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Hosen nähen...

..mal wieder! Dieses Thema kann ich nicht lassen. Es ist und bleibt einfach so, dass ich gerne Hosen trage. Auch wenn ich tatsächlich durch das Nähen plötzlich auch wesentlich öfter Röcke und manchmal auch Kleider trage, ist mein Wunsch, endlich auch selbstgenähte passende Hosen zu nähen, unvermindert.

Es ist und bleibt eine Herausforderung und beschäftigt mich doch sehr (unter dem link oben in der Navigationsleiste Hosen Annäherung habe ich mal alle meine Hosenposts gesammelt).

Aber zuerst, nochmal Vorhang auf für meine dritte (und wahrscheinlich vorletzte) Variante vom lässigen Ludwig:

Muster und Muster...



Weiß und Muster:

Mit Jacke:


Oder ganz wild mit meinem karierten Leo "Nicht Traum" Blazer:

Ich bin zwar glücklich darüber, einen Schnitt gefunden zu haben, der mir super gefällt und auch passt, den ich erst als Probeteil, dann in einer kurzen Variante und jetzt auch nochmal in lang und in einem tollen Jacquard Jersey vernäht habe, trotzdem brauche ich jetzt die nächste Stufe.

Auch wenn ich aktuell weite Hosen im Boyfriens Style mag (hat ja lange genug gedauert bis ich mich daran gewöhnt habe, und  vorteilhaft für die Figur ist ja auch was anderes, dafür lässig und super bequem...) möchte ich eben auch in der Lage sein, mir mal eine enge Hose nähen zu können, die einfach gut sitzt.

Über die Jalie Jeans wurde auch schon das eine oder andere Mal berichtet, und ich hatte das Gefühl, dass auch dieser Schnitt passen könnte - allein durch die Hosenform und die Beschreibung fühlte ich mich angesprochen.

Gekauft und in einem vermeintlich komischen graubraunbeigem Stretchjeansstoff, mit dem ich nicht mehr wirklich was anzufangen wusste, erst Mal blind, ohne weitere Anpassung die mir am nächsten liegende Größe zusammengeschustert, hintere Hosentaschen der Einfachheit halber weggelassen leider am Hosenbund die obere Ecke versaut (ja, die Ecke, die man trotz Gürtel sehen kann...grmpf) - leider, denn, ja, auch diese Hose passt!

Jetzt muss ich eben immer einen Pulli über den Bund ziehen, aber das geht ja auch.




Noch habe ich zwar am Po eine seltsame Falte - da habe ich bei der Naht geschludert und muss das nochmal korrigieren - und der Stoff leiert im Laufe des Tages etwas aus, aber ich habe das Gefühl, ich komme so langsam auf den richtigen Weg, was die Schnittwahl angeht.

Und flared Jeans kommen ja wieder!! Wobei ich diese ehrlich gesagt die ganzen letzten Jahre trotzdem getragen habe, da ich diese leicht ausgestellten Beine echt gerne mag.

Zeit also, für den nächsten Schritt.

Bei Makerist gibt es seit ca. drei Wochen einen Kurs, mit dem man sich einen Hosengrundschnitt selbst konstruieren kann. Den musste ich natürlich sofort haben und habe in den letzten Wochen immer mal wieder daran weitergebastelt.

Bislang muss ich sagen, finde ich den Kurs ganz aufschlussreich und umfassend - es werden unglaublich viele Informationen gegeben - ich denke, ich muss den Kurs einfach mehrmals anhören und erfahre immer mal wieder was Neues.

Obwohl es doch sehr logisch ist und das auch im Kurs immer wieder betont wird, dass natürlich die eigenen Maße doch sehr von den im Kurs verwendeten Beispielmaßen abweichen können - emotional ist man doch immer wieder schwer verunsichert, wenn die Abweichungen sehr groß werden.

Das habe ich bislang versucht zu ignorieren und bin tapfer schon zur Hälfte durch.

Trotzdem wollte ich endlich irgendeinen Hinweis darauf, dass ich nicht völlig auf dem falschen Dampfer bin. Also habe ich die Schnittteile der mir doch wirklich ganz gut passenden Jalie Jeans auf meinen halb fertigen Grundschnitt gelegt...und siehe da, das passt schon nicht schlecht zusammen.

Jetzt bin ich ganz euphorisch und freue mich wahnsinnig auf die Herbstferien, wenn ich mal ein paar Tage frei habe!! Vorher wird das vermutlich nix mehr...man braucht eben doch viel Zeit um den Kurs zu schauen und das alles nachzuvollziehen. Nebenher hat man ja auch noch so ein paar andere Kleinigkeiten zu erledigen... :-)

Versprochen, ich halte Euch auf dem Laufenden!

SchnittmusterMeinLudwigLässig von Lotte und Ludwig; Variante lang, Bund zum öffnen (statt Fake), kein Gummizug im Rücken
Stoff: Jacquard Jersey aus dem örtlichen Stoffladen
Anpassungen: genäht in Gr. 38, am Bund etwas enger gemacht, Beine etwas gekürzt, sonst nix
Schwierigkeit: immer noch eher leicht (super Anleitung, einfach machen, was da steht ;-)
Nochmal machen:einmal muss noch sein  - hier liegt noch ein ganz weicher Wollstoff...perfekt für den Winter.

und

SchnittmusterWomen stretch Jeans von Jalie, tiefer Bund
Stoff: Strech Jeans (woher weiß ich nicht mehr)
Anpassungen: genäht in Gr. 28, am Bund etwas enger gemacht, Beine etwas gekürzt, sonst nix
Schwierigkeit: mittel, eine Jeans hat ja doch viele Elemente 
Nochmal machen: ja, definitiv.

Wir sehen und beim MMM wo Frau Craftlen heute ein wunderschönes Wickelkleid zeigt!

Viele Grüße, SuSe

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Was lange währt...

...wird endlich gut!

Fast ein ganzes Jahr habe ich gebraucht, um diese Jacke endlich fertig zu stellen. Letztes Jahr Ende Oktober machte ich einen Nähkurs mit, um unter Anleitung einen Blazer oder eine Jacke zu nähen. Lange konnte ich mich nicht entscheiden, was es denn nun werden sollte und plötzlich stand der Starttermin kurz bevor - und ich hatte weder Schnitt noch Stoff.

Schneller Pragmatismus war gefragt. Also fragte ich mich, was ich mit dem Kurs erreichen will und das war eindeutig: ich wollte lernen, wie man einen gefütterten Blazer näht. Falls dabei was tragbares rauskommen sollte, würde ich nicht traurig sein, aber auf jeden Fall wollte ich danach einigermaßen wissen, worauf es ankommt.
Wie z.B. geht man mit großen Mustern, oder noch besser, mit Karos um?
Oder, wie kommt das Futter in die Jacke?
Und viele Fragen, von denen ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal wusste, dass es sie gab, sollten sich auch klären.

127 092014 B
Quelle: burdastyle
Als erstes begegnete mir dann dieser Blazer Schnitt. Der war zwar nicht tailliert sondern sehr kastig - aber das würde man sicher ändern können.

Außerdem war mir das schwarze Lackleder zu hart von der Farbe. Dazu brauchte ich noch eine Alternative.

Nicht wirklich mein Traumblazer, aber in Ordnung. Sah auch nicht zu schwer aus. Ich hatte keine Zeit mehr und brauchte noch Stoff!

Den fand ich dann zum Glück doch relativ schnell in unserem Stoffladen. Wunderschön weicher Wollstoff, rot schwarz kariert.

Aber wie ich die Lackbesätzen ersetzen wollte wusste ich einfach nicht.

Schon vor dem Kurs pauste ich den Schnitt ab (Gr. 36) in der Hoffnung, dass der nicht viel zu groß wird (und er passt!).

Zum Glück, denn im Kurs verbrachte ich tatsächlich die ersten 4 Stunden nur mit dem Zuschnitt und dem Zusammenbasteln der Karos. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich vielleicht nicht so mutig gewesen.

Und als der Kurs zu Ende ging, war ich noch nicht ganz fertig. Ich musste noch Ärmelfutter und Ärmel verbinden und unten am Saum das Futter schließen. Wie das gehen sollte, ließ ich mir noch schnell erklären und nahm das gute Stück mit nach hause.
Und so hing der Blazer erst mal als UFO ein Jahr bei mir am Schreibtisch über der Stuhllehne. Im Winter hatte ich keine Lust mehr darauf. Als das Frühjahr kam, war mir das alles viel zu winterlich, im Sommer kann man doch keine Wintersachen nähen. Inzwischen hatte ich auch vergessen, wie das mit den Ärmeln ging.
Bei der Jacke Chloé (hier gezeigt) wurde das zum Glück nochmal sehr gut erklärt, so dass ich da schon mal geübt habe und mir das auch einigermaßen bekannt vorkam.
Und jetzt endlich, endlich ist mein Nicht-Traumblazer fertig geworden.

Aus dem schwarzen Lack ist so eine Art Leopardenfell geworden. Irgend so ein Panneesamtartiges Material, von dem ich etwas über Strichrichtung gelernt habe. Und dass es beim Zuschneiden fusselt wie verrückt. Und dass es sich ganz schlecht in Form bügeln lässt, und daher unten am Saum immer noch leicht beult.
Wenn es schon nicht mein Traumblazer wird, kann ich wenigstens auch mit seltsamen Materialien spielen.
Erklärt mich für verrückt - ich finde es tragbar. Allerdings habe ich auch darauf verzichtet, dieses Zeug auch für den Oberkragen zu verwenden (der war bei der Vorlage ja auch aus diesem Lackzeug).
Ach ja, Knöpfe sind auch keine dran. Und es kommen auch keine mehr dran. Knopflöcher sind für mich immer Stress pur. Zwar geht es meistens gut, aber wieso muss das immer ganz am Schluss sein, wenn schon alles fertig ist? Im Zweifel macht man doch damit alles kaputt!
Dieser Blazer bleibt jedenfalls Verschlusslos - ich würde ihn sowieso nicht zumachen.

Und wie jetzt Kombinieren? Passt dieses Teil irgendwie in meinen Schrank? Ja, ja, inzwischen weiß ich,  dass man sich das vorher überlegen könnte- so viel Zeit hatte ich dazu aber irgendwie nicht - ich musste ja in den Nähkurs :-).
Anfangs dachte ich, das muss mit schwarz kombiniert werden - das geht gar nicht anders. Also packte ich schwarze Hose und schwarzen Rolli aus und - komischerweise geht so ganz in schwarz gar nicht. Das steht mir so nicht. Eigentlich müsste es passen, aber mir nicht.

Aber so, mit grauschwarz verwaschener Bikerjeans und hellgrauem Shirt, ist es in Ordnung.
Kastig ist er immer noch sehr, obwohl eine leichte Taillierung  eingebaut wurde (gefühlt haben wir ganz schön was weggenommen in der Taille, zu sehen ist davon allerdings nur wenig).
Ansonsten wurde (soweit ich mich erinnern kann) nichts geändert.

Auch mein Jeanskleid (hier gezeigt)geht ganz gut dazu - aber auf keinen Fall mit blickdichten schwarzen Strumpfhosen....Es reicht, wenn dann die Stiefel wieder schwarz sind.
Auch mein Wickelrock und ein schwarzes Totenkopfshirt gehen dazu.  (Das ist übrigens mein allererster selbstgenähter Rock, vor inzwischen fast 2 Jahren in meinem ersten Nähkurs entstanden)
Am liebsten mag ich aber diese Kombination: Hellgraues Shirt und Boyfriend Jeans.

Meine Favoriten sind diese beiden. Was meint Ihr?


Und gelernt habe ich auch noch eine ganze Menge in diesem Kurs :-)

Hier wie immer der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Jacke von  burdastyle
Stoff:Wollstoff
Anpassungen: genäht in Gr 36, leicht tailliert 
Schwierigkeit: mittel bis schwer würde ich sagen. Karos passend zuzuschneiden ist echt heftig und generell ist so eine Jacke schon ein größeres Projekt (finde ich jedenfalls ;-)
Nochmal machen: diesen Blazer nicht mehr, nein. Aber das ist ja auch nicht mein Traumblazer ;-)

Endlich mal wieder zum MMM! So ein wenig virtuelles Leben mit vielen tollen , kreativen Menschen zwischendurch entspannt sehr vom gerade sehr vollen Real Life, oder? Und Lucy von Nahtzugabe, die heute den MMM anführt, zeigt eine wunderschöne Strickjacke!

Viele Grüße,

SuSe


Mittwoch, 23. September 2015

Keine Perfektion - aber große Liebe!

Quelle: La Maison Victor
In der Herbstausgabe 2014 von La Maison Victor gab es den Schnitt zu der Jacke Chloë.
Und dieses Bild schleppe ich nun schon die ganze Zeit mit mir herum - genau diese Jacke wollte ich unbedingt nähen.

Und wie das immer so ist - letztes Jahr traute ich mich noch nicht. Dann kam der Winter - da machte es dann auch keinen Sinn mehr. Im Frühjahr fand ich keinen passenden Stoff.

Mitten im Sommer entdeckte ich dann den Wollstrickstoff bei uns im Stoffladen gefunden. Wie geschaffen für diese Jacke. Kein normaler Mensch kauft dicken, warmen Wollstrick bei 35 Grad! Aber zu keiner anderen Jahreszeit bekommt man sowas so günstig....und: was ist schon normal!

Kaufen geht immer, aber bei 35 Grad Winterklamotten nähen, das schaffe selbst ich nicht. Als der Sommer dann neulich spontan beschloss, den ersten herbstlichen Tagen zu weichen, schnappte ich mir Wollstrick, Schnittmuster, Nähmaschine und den neu erworbenen Obertransportfuß und dann ging es los.

Schon gleich zu Anfang beschloss ich, die Jacke zu füttern. Das war auch die richtige Entscheidung, denn der Wollstrick fusselt doch sehr. Außerdem habe ichd as Gefühl, dass die Jacke dadurch echt formstabiler ist und sich nicht so verzieht.
Dazu hatte ich mir vor Monaten schon Wirkfutter (auch als Charmeuse bezeichnet und verkauft) besorgt, das Sandra von Zufall wenn's klappt mal als gutes Material für ein dehnbares Unterkleid oder dehnbares Futter empfohlen hatte (und für diesen Mantel finde ich es prima!).

Nach der ersten Runde stellte ich dann folgendes fest:
  • Ich muss rund 15 cm kürzen (obwohl in der Maßtabelle als Körpergröße 168 cm angegeben sind,  was meiner realen Größe mit 165 cm schon recht nahe kommt...)
  • Jacken ohne Kragen standen mir noch nie (also warum sollte das jetzt anders sein???), also musste ein Kragen her und zwar ein großer! Zum Hochklappen!
Die Änderungen waren schnell gemacht, und da ist sie:
Es ist ja noch nicht so kalt, da kommen die dreiviertel Ärmel noch voll zur Geltung:


Wenn die kleinen Änderungen nicht gewesen wären, hätte ich eine ziemlich perfekte Jacke.

Aber, ich habe es tatsächlich geschafft ungleichmäßig zu kürzen  - die vorderen Ecken zuppeln ein bisschen nach unten (die Fotos oben zeigen das nicht, auf den unteren Fotos sieht man es besser!) - seltsam, dass sie das dann wenigstens auf beiden Seiten gleich tut...ich habe also schön gleichmäßig schief gekürzt.

Und wenn's dann etwas frischer ist, hat im Zweifel der Pulli drunter lange Ärmel (ich mag diese dreibviertel Ärmel von der Optik wirklich gerne, neige aber schnell dazu, doch an den Armen zu frieren, was dann wieder die Frage aufwirft, ob das wirklich so praktisch für mich ist ;-)):


Beim Zuschneiden des Kragens habe ich die ganze Zeit wie ein Mantra vor mich hin gemurmelt: "Der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden, der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden, der Unterkragen muss etwas kleiner als der Oberkragen werden,...."

Aber das ist wie beim Radfahren, wenn ein Loch in der Straße ist, das man schon lange kennt und normalerweise sicher daran vorbei fährt. Außer man denkt bewusst daran, dass man da auf keinen Fall reinfahren darf...und schon rumst es :-).

Und so waren meine Hände autark im Handeln und hatten irgendwie ihren eigenen Kopf, Ober- und Unterkragen sind gleich groß, ich habe das auch gesehen und trotzdem zusammen genäht. Doof? Irgendwie schon, aber ich war machtlos!
Jetzt zuppelt die Jacke halt vorne und den Unterkragen sieht man auch, wenn ich den Kragen nicht hochklappe.

Jeder, der dieses Handwerk gelernt hat,  bekommt da sicher die Krise...ich stecke in einer emotionalen Schieflage: es sollte mich stören, das weiß ich.....es tut es aber nicht! Ich liebe diese Jacke mit ihren Unzulänglichkeiten....dabei wären sie wirklich leicht zu beheben...

Und so gilt eben auch für diese Jacke: "Nobody's perfect!"

Hier der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Jacke Chloë von La Maison Victor
Stoff:dicker Wollstrick
Anpassungen: genäht in Gr 36, 15 cm gekürzt und Kragen anmontiert. 
Schwierigkeit: ohne füttern der Jacke leicht, mit dem Futter mittel
Nochmal machen: würde ich gerne, aber ich brauche nur eine ;-)

Wird's schon herbstlich beim MMM?
Muss ich gleich mal nachsehen!

Viele Grüße,

SuSe


Donnerstag, 17. September 2015

burda und die Größen

Es wird ja immer wieder über die Schnitte von burda geschrieben. Die Anleitungen seien kompliziert und unverständlich, die Schnitte passen nicht etc.

Beides kann ich auch für mich auch nicht ganz ausschließen - ich kämpfe mich durch und oft funktioniert es irgendwie. Manchmal bin ich begeistert und manchmal bin ich gefrustet. Und ich probiere es immer wieder.

Diesen Sommer habe ich zwei Blusen genäht, bei denen ich vor allem wegen der Passform die Krise bekommen habe.

Beide fand ich super schön und sie standen schon länger auf meiner Nähliste:

Das eine war die Carmenbluse (links), das andere war die  Blousonbluse (rechts):

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Quelle: burda
Outfit2.4.1
Quelle: burda






















Beide Schnitte gab es leider nur ab Gr. 36, das heißt tendenziell schon mal etwas zu groß...
Beides Schnitte, die locker fallen, also tendenziell noch viel größer....

Also habe ich beide Schnitte schon mal um eine Nummer verkleinert.
Und trotzdem - die sind immer noch riiiiiiiiesig!

Bei der Carmenbluse bin ich am überlegen, wie ich die noch etwas kleiner bekomme. Irgendwie ist das unheimlich viel Stoff, auch um den Ausschnitt herum...

Mit Gürtel (so wie das Model die Bluse trägt) geht es tatsächlich etwas besser (sorry, das Foto ist unauffindbar...:-()  - aber so richtig toll gefällt es mir auch nicht.

Was ich nach wie vor neckisch finde, sind die Schlitze an den Ärmeln:

Mal sehen, vielleicht wird das ja noch was...bis zum nächsten Sommer.


Bei der Blousonbluse habe ich an beiden Seiten in 
der Taille locker nochmal 4 cm rausgenommen - zusammen sind das ganze 16 cm weniger! Um nicht an die Ärmel ran zu müssen habe ich dazu links und rechts Abnäher reingenäht.

Trotzdem werde ich hier nochmal das Bundgummi entfernen und auch am Bund nochmal Stoff rausnehmen - das sieht aktuell etwas unförmig aus - obwohl ich es anscheinend für die Fotos ganz gut zurecht gezippelt habe. 




Man will sich eben immer von der besten Seite zeigen ;-)


Aber bei Burda sollte ich wirklich die Finger von Oversized oder weit geschnittenen Oberteile lassen...trotzdem frage ich mich, wie diese Größen gradiert werden. Am Ende sind doch 84 cm BU nicht nur bei mir 84 cm BU, oder??? Vor allem, weil das bei körpernahen burda Schnitten bei mir tatsächlich oft hinkommt...seltsam.

Hier der Schnelldurchlauf:

Schnittmuster: Carmenbluse und Blousonbluse, beides von burda style
Stoff: für die Carmenbluse: Viskose-Baumwollgemisch fließend; Blousonbluse: Baumwolle mit etwas Stand
Anpassungen: genäht in Grr 36, viel enger enger gemacht und müsste noch enger sein.
Schwierigkeit:beide burda Kategorie 2 (leicht)
Nochmal machen: nein, diese beiden reichen ;-)

Verlinkt bei
RUMS

LG SuSe


Mittwoch, 16. September 2015

Büro Chino

Der Lässige Ludwig kann auch bürotauglich. Es gibt bei uns zwar so gar keine Kleiderordnung, aber so ein ganz klein bisschen schick mag ich es doch. Z.B. werde ich die Hose, die ich letzten Mittwoch zeigte, ziemlich sicher nicht ins Büro anziehen (ihr hört die kleine Einschränkung....:-))

Diesmal habe ich einen Stoff verwendet, den ich persönlich sehr konservativ finde und der daher einen pfiffigen Schnitt braucht, um nicht öde zu wirken.

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Quelle: burda
Lange dachte ich über die Knickerbocker Hosen von burda nach, die letztes Jahr in einer der Herbst Ausgaben war.

Aber dann habe ich ja ständig mit Passform und Größen gehardert und bin das einfach nicht angegangen.

Bis mir dann neulich der Schnitt Mein Ludwig Lässig über den Weg lief und mich dann auch gleich bei meinem ersten Nähversuch sehr positiv überraschte.

Und da in der Anleitung vom Ludwig stand, dass auch Webware mit Elasthan vernäht werden kann,und auch beschrieben wird, worauf man achten muss, hat auch dieser Stoff endlich seinen Weg gefunden.

Der Schnitt sieht hinten zwei Falten vor - da wo andere Hosen Abnäher haben. Bei der Sweat Variante habe ich die Falten auch gelegt - erstens verschwinden die im Muster und zweitens habe ich da nicht so darüber nachgedacht.

Aber: eigentlich tragen diese Falten etwas auf. Daher habe ich diesmal aus den Falten Abnäher gemacht, und ich denke, das ist bei diesem Stoff auch gut so.


Angezogen habe ich diese Chino jetzt wirklich schon ein paar Mal - sie trägt sich toll und ich bin nach wie vor begeistert von dem Schnitt. Für den Winter werde ich nochmal eine aus dickerem Stoff - vielleicht Jeans - probieren.

Und klar, man muss diese Variante nicht im Büro anziehen , die geht auch lässig mit Cloggs und Top, so habe ich sie im heißen August das eine oder andere Mal angehabt:


Wenn es aber aktuell schon etwas herbstlicher zugeht, verträgt sie sich auch gut mit Pulli und Strumpfhosen:


Aber die oben gezeigte burda Hose finde ich nach wie vor toll - vielleicht muss ich mal die Schnitttmuster vom lässigen Ludwig und dieser burda Hose an der entscheidenden Stellen übereinander legen und sehen, ob ich den burda Schnitt anpassen kann...

SchnittmusterMeinLudwigLässig von Lotte und Ludwig; Variante knielang, Bund zum öffnen (statt Fake)
Stoff: nur ganz leicht stretchiger, dünner, wahrscheinlich Polyester Stoff vom Stoffmarkt
Anpassungen: genäht in Gr. 38, Abnäher statt Falten hinten, am Bund etwas enger gemacht, sonst nix
Schwierigkeit: eher leicht (super Anleitung, einfach machen, was da steht ;-)
Nochmal machen: ja, jetzt muss noch eine Winter Variante her- ich liebe diese schräge Knopfleiste!

Der MMM wartet mit vielen wunderschönen kreativen Kleidungsstücken und Dfodo von Dodobeads zeigt einen kuscheligen Maxi Cardi!

PS: bei Mama macht Sachen läuft gerade ein super interessanter Sew Along, zum Thema Bekleidung bei der Arbeit: der Working Girls SewAlong. Verfolgen werde ich den auf alle Fälle - zum Mitmachen reicht die Zeit leider nicht.

Viele Grüße,

SuSe

Mittwoch, 9. September 2015

Mein Ludwig Lässig

Nach den vielen tollen "Mein Ludwig Lässig"  Hosen von Lotte und Ludwig in den letzen Wochen, musste das bei mir auch sein und der Sewatstoff, bei dem ich immer schon am Rätseln war, was aus ihm mal werden sollte, fand seine Bestimmung: der lässige Ludwig passte wie Faust auf's Auge.

And here comes: My Chino "Ludwig lässig"

Bei den teilweise recht hohen Temperaturen der letzten Wochen war sie einfach lässig mit Cloggs und Shirt - und hochgekrempelt ;-):


Diese Chino zu nähen hat richtig Spaß gemacht, denn das ebook finde ich super ausführlich und sehr gut verständlich. Da diverse Varianten angeboten werden (verschiedene Bundformen bis hin zum Schwangerschaftsbund, verschiedene Beinabschlüsse und Bein längen) und es auch eine Erklärung dazu gibt, wie man sie auch aus Webstoffen mit etwas Elasthananteil nähen kann, wird das nicht meine letzte  Hose nach diesem Schnitt sein.

Cool ist, dass es eine Variante gibt für Frauen mit "Apfelpo". Und das ist endlich mal eine super tolle Idee für Frauen mit meiner Figur: eigentlich schlank, aber durch einen etwas größeren Po ein Ungleichgewicht zwischen Taille und Hüfte.

Wer hier schon öfter mal gelesen hat, weiß, dass ich soooo gerne mal passende Hosen nähen würde. Und dieser winzige, kleine Hinweis hat bei mir ein echtes Aha Erlebnis ausgelöst.

Z.B. die burda Größentabelle: da müsste ich bei Hosen eine klare 40-42 wählen. Das habe ich eins- zweimal probiert und bin jedes Mal total abgesoffen. Anpassungen Richtung Bund waren mäßig erfolgreich....

Beim Lässigen Ludwig wird das relativ einfach gelöst, indem man dem Po mehr Platz verschafft. In diesem Fall wird einfach an dem hinteren Hosenbein die Schrittlänge nach oben hin verlängert. Und siehe da - genäht habe ich eine Größe 38 und habe sie am Bund enger gemacht, indem ich vorne einfach eine zweite Falte gelegt habe. Das passt perfekt.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Maßtabellen vom Lässigen Ludwig und der burda auch verschieden sind. Klar sind sie das.
Und man kann sagen, dass bei locker sitzenden Hosen das alles ja auch etwas einfacher ist. Das ist sicher auch nicht falsch.

Ich werde es aber auf alle Fälle mal testen, ob ich nicht mit einem locker geschnittenen burda Schnitt mit dieser Anpassung auch weiter komme, als bisher.

Und für mich klingt das logisch.
Beim Recherchieren bin ich allerdings  auch noch auf eine andere Variante gestoßen, die einfach einen Keil am hinteren Hosenbein einsetzt.
Klingt auch logisch - die Frage ist, führt das nicht zum gleichen Ergebnis?
Oder ist eine Variante besser, als die andere?

Muss ich testen ;-) Oder weiß das jemand von Euch?

Mit der Beinlänge konnte ich mich einfach nicht entscheiden - in kurz ist sie klasse, aber in lang gefällt sie mir auch.

Da kann ich sie sogar noch im Herbst anziehen...


Und da sie sich so schön krempeln lässt, habe ich sie einfach lang gelassen.

Schnittmuster: MeinLudwigLässig von Lotte und Ludwig; Variante lang, Bund zum öffnen (statt Fake), Beine unten abgesteppt
Stoff: Baumwoll Sewat von butinette
Anpassungen: genäht in Gr. 38, am Bund etwas enger gemacht, Beine etwas gekürzt, sonst nix
Schwierigkeit: eher leicht (super Anleitung, einfach machen, was da steht ;-)
Nochmal machen: ja, unbedingt - ich liebe diese schräge Knopfleiste!

Verlinkt beim MMM, wo Elke heute in einem sportlichen Sommerkleid einen tollen Ausflug in die Färbetechnik macht - das klingt, als musste man das unbedingt auch mal probieren! Vielleicht gibt's aber heute noch mehr Hosen zu sehen? Der Herbst nähert sich ja bereits...


Viele Grüße, SuSe

Mittwoch, 2. September 2015

Nur ein altes Bettlaken...

Die Sommerpause des MMM ist rum und ich freue mich sehr darüber. Danke an die Organisatorischen, die es schaffen , jeden Mittwoch zu einem ganz besonderen Tag zu machen!

Obwohl ich öfter mal daran dachte, dass ich ja trotzdem was schreiben könnte, gab es doch vieles andere zu tun. Sommer ist schließlich nur einmal im Jahr und man muss Prioritäten setzen :-).

Genäht wurde trotzdem eine ganze Menge, denn bei über 35 Grad mag ich dann auch nicht mehr wirklich raus gehen, wenn es sich vermeiden lässt.
Und so konnte ich das eine oder andere meiner Projekte aufgreifen und in die Tat umsetzen.

Wer erinnert sich noch?

Im Juni habe ich alte Bettlaken gefärbt und mich die ganze Zeit gefragt, was ich daraus machen soll.

Dann bekam ich das Buch "Liebe auf den ersten Stich" von Tilly Walnes in die Hände und verliebte mich gleich in das Kleid "Lilou"....

Und das erste Mal überhaupt dachte ich, das nähe ich erst Mal als Probekleid.

Normalerweise empfinde ich Probestücke nähen als seeeehr lästig und mache es daher so gut wie nie. Ich mag einfach nicht mit Stoffen nähen, die mir von vorneherein nicht gefallen und bei denen ich weiß, dass ich sie auf keinen Fall tragen werde.
Und Stoffe die mir gefallen, will ich dann gleich richtig vernähen und nicht versauen - das ist ein echtes Dilemma.

Bislang hatte ich auch sehr viel Glück und habe seltenst etwas so versaut, dass ich es wegschmeißen musste

Auch das gefärbte Bettlaken fand ich wirklich schön und zu schade für ein Probekleid.
Allerdings war es an der einen oder anderen Stelle schon etwas verschlissen, so dass ich es diesmal über's Herz brachte und hoffte, ich könne mein Probekleid vielleicht auch anziehen.

Und ja, das geht zum Glück ;-), denn die verschlissenen Stellen fallen nicht wirklich auf, da sie unter den Falten verschwinden. Außerdem ist es eben ein altes Leintuch - und Leinen ist ja auch nicht so regelmäßig...
Und da das recht fester und rauher Stoff ist. habe ich das Oberteil mit einem weicheren Stoff gedoppelt, dass es auf der Haut nicht so kratzt.

Dieses Kleid ist daraus geworden:


Ich war noch unschlüssig wegen der Länge und habe daher Fotos gemacht, um es besser beurteilen zu können. Eigentlich wollte ich nochmal neue machen... (und jetzt fällt mira uch auf, dass es etwas schief in der Taille sitzt, oder stehe ich nur schief? das muss ich mir nochmal genauer ansehen...)

Jetzt, Wochen später, wusste ich nur noch, dass ich einen Haufen Fotos von dem Kleid gemacht habe und es doch mal zeigen könnte - hatte aber vergessen, dass noch Stecknadeln am Saum stecken :-) . Inzwischen ist es fertig und die Länge ist so geblieben, wie auf den Fotos :-)

Trotzdem gibt es also heute Fotos mit abgestecktem Saum.

Wenn ich nach der Größentabelle im Buch gehe liege ich zwischen 3 Größen, je nachdem ob man BU, TU oder HU als Maßstab wählt. Und genau so, habe ich das dann auch gemacht - und lag damit voll daneben.

Das ganze Kleid war von oben bis unten viel zu groß und ich habe ewig mit den Abnähern gebastelt, bis das Oberteil endlich saß. Das passte dann natürlich nicht mehr zum Rock und zu den Falten - also nochmal basteln.
Und da war ich dann richtig froh um das Thema Probekleid, denn erstens ist der Stoff ja sowas von unkompliziert und verzeiht es auch wenn man eine Naht das fünfte Mal auftrennen muss und zweitens, konnte ich mir ja auch immer sagen, Mensch, das ist nur ein altes Bettlaken!

Und das Endergebnis ist in Ordnung. Jetzt sitzen zwar beide Brustabnäher mit der Spitze wirklich fast mitten auf der Brust  - was wohl technisch nicht per se falsch ist, denn ich habe gelesen, dass die Abnäher aus rein Ästhetischen Gründen nach unten oder weiter zur Seite versetzt werden...ja und das kann ich auch irgendwie verstehen. Ob ich da bei Kaufkleidung jemals vorher darauf geachtet habe??? Erinnern kann ich mich nicht, wenn dann allenfalls unbewusst...



.....und irgendwie bin ich auch hinten mit den Falten nicht mehr ganz einig geworden.
Das muss ich auch nochmal herausfinden, warum das so komische Falten schlägt...


huh, die Falten sehen ja gruselig aus......!!
Nichts desto trotz ist es ein tragbares Probekleid geworden, das auf alle Fälle sommer-freizeit-tauglich ist. Nach dem Bügeln war das mit der Rückenansicht auch nicht mehr ganz so schlimm - trotzdem müsste ich es eigentlich nochmal auftrennen...oder ignoriere ich, dass andere mich eventuell auch mal von hinten sehen müssen? Ich muss es ja nicht...;-)

Und wenn's Abends dann mal frischer wird, gibt's auch die passende Jacke dazu:

Und wem das alles zu viel zu lesen war hier nochmal die Eckdaten:

Schnittmuster:Kleid "Lilou" aus dem Buch  "Liebe auf den ersten Stich" von Tilly Walnes
Stoff: Bettlaken, gefärbt
Anpassungen:gewählte Größen waren viel zu groß, daher alles kleiner gemacht. Nächstes Mal wähle ich von vorneherein die kleinere Größe; das Oberteil habe ich gedoppelt
Schwierigkeit: mittel - man hat Abnäher, die zwischen Oberteil und Rockteil zusammen passen sollten und einen nahtverdeckten RV hinten...
Nochmal machen: ja, ich habe noch ein Bettlaken, das wird wohl noch ein Probekleid ;-)

Verlinkt bei MMM, wo die Sommerpause jetzt wieder vorbei ist und uns Claudia von bunte kleider im schicken Leopardenwickelkleid begrüßt.

Viele Grüße,

SuSe


Donnerstag, 6. August 2015

Noch ein Kimono Tee!

Ja, das ist wohl mein Shirt Schnittmuster - es ist einfach unkompliziert, schnell genäht, hat genau die richtige Weite und Länge und kann ohne Probleme auch als Webwarenversion (dann muss man aber mehr Weite zugeben ;-)) genäht werden.

Kein Wunder also, dass man dieses Shirt immer wieder auf den Blogs (und auch sehr oft bei der 12 Tops Challenge von Santa Lucia Patterns) antrifft!

Genäht habe ich es diesmal aus einem leicht gecrashtem luftig dünnen Jersey (leider viel Polyester, aber die Farben!!!!)

Genau das Richtige für mal eben schnell überwerfen und trotzdem nicht zu leger daher zu kommen.

Und weil ich mit Shirt-Rock Kombinationen schon so gute Erfahrungen gemacht habe, gibt es auch noch einen Rock dazu.

Klar hätte ich auch ein Kleid daraus machen können. Irgendwie ist das als Kombi aber praktischer, denn man kann viel mehr damit machen!

Z.B. auch mit einer Bluse Kombinieren...

Oder mit einem blauen Shirt:

Heute gibt's nicht so viel von mir zu erzählen - der Sommer ruft ;-)
Trotzdem noch schnell eine Zusammenfassung:

Schnittmuster:Shirt: Maria Denmark, Rock: selbst erstellt
Stoff: Crash Jersey (leider viel Polyester, aber die Farben sind so toll) gab es letztes Jahr bei stoffe.de
Anpassungen:keine
Schwierigkeit: super easy!
Nochmal machen: davon kann man nie genug haben :-)

Hier gibt's aber wie immer viel zu sehen und zu bewundern:


Euch noch eine schöne Restwoche!

Viele Grüße, SuSe

Dienstag, 4. August 2015

Refashioning

The Refashioners 2015
Letzen Freitag hat Elle Puls 8 links gesammelt, von Themen, die sie interessiert. Das finde ich eine wirklich sehr gute Idee, denn die links, die sie gepostet hat, waren auch für mich und sicher viele andere wirklich super interessant. Einen dieser links möchte ich gerne hier nochmal aufgreifen.

Bei makery  geht es unter dem Titel "the refashioners 2015 - we want you too!" um das Verwandeln alter Kleidungsstücke in neue Kleidungsstücke, die man wieder tragen möchte.

Vielleicht mag noch jemand mitmachen? Hier findet Ihr, wie Ihr teilnehmen könnt!

Das finde ich schon seit langem spannend und ich bin immer auf der Suche nach Ideen auf diesem Gebiet, denn oft sortiert man Kleidung ja aus, weil der Schnitt nicht mehr modern ist, weil man rausgewachsen ist, aber seltenst, weil sie kaputt und irreparabel ist.

Was also tun damit?  So wie viele andere auch, habe ich die Sachen meistens in den Altkleidercontainer gesteckt, wo Berge an alten Kleidern landen und was passiert damit? Wohl eher selten etwas wirklich Gutes...

Mit der Frühjahrsaktion #my springessentials (im Frühjahr von Elle Pulsfantantisch und Ms. Fisher veranstaltet) habe ich auch mal wieder massiv aussortiert - hatte aber schon den Upcycling Gedanken im Hinterkopf und habe die Teile in einer Kiste behalten, bei denen mir der Stoff gefiel oder ich dachte, da könnte noch etwas anderes daraus entstehen.

Und da steht sie nun, diese Kiste....

Ich bin nicht der Typ, der Kissen, Taschen und sonstige Dekosachen näht - ich habe daheim auch nicht allen möglichen Kram rumstehen, das bin ich einfach nicht.

Bleibt also nur, alte Kleider zu neuen Kleidern zu verarbeiten.

Die ersten beiden kleineren Schritte waren zwei alte Hemden von meinem Mann, die ich im Fühjahr in Blusen verwandelt habe. und trage sie auch sehr gerne.



Wie genau ich das gemacht habe, könnt Ihr hier nochmal nachlesen.

Danach ist irgendwie nicht mehr viel passiert, denn so einfach finde ich es nicht, passende Schnitte oder auch nur Ideen zu finden.

Insofern kommt natürlich diese Aktion bei makery mir gerade Recht - da gibt es bestimmt wieder einiges an tollen Ideen!

Und weiter? Ich bin dann mal losspaziert und habe zum wiederholten Mal versucht, mehr Ideen zu finden, und vielleicht auch welchem die mir gefallen.

Zuerst habe ich mich (wie üblich) auf Pinterest verloren und bin von einem zum anderen, am Ende jedoch zu nichts gekommen.

Also weiter suchen - und warum nicht auch mal bei zu kaufender Mode schauen? Anregungen gibt es da sicher auch....

Und das habe ich auf die Schnelle gefunden  - gar nicht so uninteressant, finde ich (das ist nur eine kleine private Sammlung, keine Werbung, weder gesponsert noch gewertet):

Es gibt ja doch inzwischen auch einige Designer, die sich mit Refashioning und Upcycling beschäftigen und damit aus diesen alten Kleidern echt coole, stylische Mode zu zaubern.

  • So werden z.B. bei  Milch  Kleidungsstücke wiederverwertet, die lokal im Umkreis Wien gesammelt wurden. Die Produkte werden u.a. im eigenen Onlineshop verkauft.
  • Oder, wenn man selbst ein Teil des Schaffensprozesses sein möchte, kann man bei schmidttakahashi ein Kleidungsstück mitsamt seiner Geschichte "spenden" die dann in Designerkleidung verwandelt werden. Man kann das gespendete Kleidungsstück sogar nachverfolgen und sehen, was daraus entstanden ist.
Auch das Thema Müll aus der textilen Massenproduktion, ein Thema, das man als "normaler Konsument" oft auch noch gar nicht auf dem Schirm hat, wird von Designern aufgegriffen, wie z.B. von

die meiner Meinung nach wirklich witzige, tragbare Mode daraus machen.

Es gibt sicherlich auch noch viele andere ähnliche Beispiele. Kennt Ihr noch ein paar? Ich würde mich freuen, wenn Ihr in den Kommentaren noch ein paar Beispiele teilt!

Jetzt verlinke ich das erst Mal bei handmade on tuesday, gehe ich etwas nachdenklich zurück zu meiner Tüte, denn ich möchte ja eigentlich selbst nähen und nichts kaufen. Vielleicht finde ich ja bald wieder einen Ansatzpunkt.

Es ist ein weiter Weg in die Nachhaltigkeit, aber mit kleinen Schritten kommt man ja auch irgendwie vorwärts...



Viele Grüße,
SuSe





Mittwoch, 29. Juli 2015

Packen für den Sommer!

Thema heute sind Kleider für den Sommerurlaub. Leider hatten wir unseren Sommerurlaub schon in den Pfingstferien, aber da habe ich ja auch gepackt - und sogar einiges an Me Made Teilen dabei.

Was ich nicht dabei hatte, aber definitiv mitnehmen würde, sind meine neuen Shorts, die ich vor zwei Wochen fertig bekommen habe.

Quelle: burda style
Und diesen Sommer braucht man Shorts - jeder hat welche, also brauche ich das auch.

Probehalber hatte ich mich auch im Laden schon mal in die eine oder andere Shorts geworfen - so richtig überzeugt war ich nicht....

Aber, das Thema Hosen nähen ist ja für mich auch noch nicht gelöst und die Shorts im burda Nähkurs 2 sahen so aus, als könnte das was werden:

  • Sie sind sehr weit - vielleicht also nicht so kompliziert anzupassen, da es auf den Millimeter nicht ankommt?
  • Sie sind lang genug am Bein (bin ja auch keine 25 mehr...)
  • Eine eventuell zu hohe Taille kann man durch Shirt drüber verstecken...
Also los. 

Einen Leinenartigen Stoff hatte ich im Regal - da sollte mal ein Rock draus werden, das kann es aber jetzt immer noch, denn für die Shorts braucht man echt nicht viel Stoff.

Schon beim Zuschneiden gingen aber wieder die "ach-das -mach -ich -anders -Pferde" mit mir durch. 

Die Idee mit dem Gummizug fand ich nicht so toll, denn es könnte ja sein, dass ich doch mal auch ein Oberteil in den Bund stecken möchte...
Dann muss ich ja aber wieder die Anpassung an der Taille machen, die ja viel schmaler als meine Hüfte ist....egal, das bekomme ich schon hin. 
  • Also den Schnitt ab der Hüfte (Gr. 40) nach oben in Richtung Gr. 36 auslaufen lassen.
  • Einen Bund dazu konstruieren.
  • Zusammennähen. Anziehen...
Passt....nicht über die Hüfte! Aaaaahrgh! Wie kann man so blöd sein??? 

Im Eifer des Gefechtes hatte ich völlig übersehen, dass sonst keinerlei Verschluss vorgesehen war - klar, bei Gummizug ja auch überflüssig :-). 

Also noch schnell einen schiefen Reißverschluss in die Seitennaht gebastelt - den sieht man nur aus der Nähe, da er farblich ganz gut mit dem Muster verschmilzt :-)

Seltsam, warum ist der so schief geworden?? Liegt bestimmt an meiner professionellen Anpassung des Schnittmusters an meinen Körper. Ich bin leider noch immer nicht wirklich durchgestiegen, wie man Hosen anpasst.

Außerdem wirkte der Stoff irgendwie rau und ich dachte, der könnte ganz schön kratzig sein. 

Also beschloss ich, ihn zu füttern. 

Eigentlich habe ich eher gedoppelt, als gefüttert, denn ich habe die Hosenbeine aus Futterstoff einfach nochmal zugeschnitten. 

Den Futterstoff und die Einzelteile habe ich aufeinander geheftet und das beim Zusammennähen der Shorts als ein Teil behandelt.

Das ging super gut.

Ende gut alles gut - ich habe eine Shorts, die ich tatsächlich gerne anziehe, und die mich auf alle Fälle in den Urlaub begleiten dürfte, wenn ich denn Urlaub hätte ;-)

Die Shorts sind jetzt richtig angenehm zu tragen!
Da ich ja aber daheim bleibe und ab nächste Woche die Hitze zu uns zurück kommt, darf sie auch mit ins Büro:
Ohne Gürtel, aber auch mit Gürtel: 

Hier die Zusammenfassung für die Eiligen Leser:

Schnittmuster:burda Nähschule 
Stoff: Leinen Polysestergemisch von butinette
Anpassungen: Anpassung der Taille auf Gr. 36, Gummizug durch RV ersetzt, Futter
Schwierigkeit: wenn man das macht, was in der Anleitung steht, sicherlich leicht. Wenn man seinen eigenen Kopf hat.... ist mit Schwierigkeiten zu rechnen ;-)
Nochmal machen: ja, kann ich mir vorstellen, vielleicht dann doch mit Gummizug?

Heute ist der letzte Me Made Mittwoch vor der Sommerpause - Zeit sich endlich mal bei dem tollen Organisationsteam zu bedanken, es ist klasse, dass Ihr diese Plattform jeden Mittwoch wieder aus's Neue mit buntem Leben und viel Kreativität füllt, vielen Dank dafür!

Und auch bei den doch inzwischen vielen Lesern (den stillen und den kommentierenden) möchte ich mich bedanken - es macht riesig viel Spaß mit Euch!

Euch allen wünsche ich einen tollen Sommer mit viel Sonne und Erholung und freue mich auf September, wenn es hier wieder los geht!

Jetzt gehe ich beim MMM schauen, was andere so in ihren Koffer packen, wo die Reisen so hingehen, oder ob neben mir auch noch andere zur Arbeit gehen müssen ;-)

Viele Grüße,
SuSe