Mittwoch, 17. Dezember 2014

MMM#7: Strickpulli

114B-122014
Quelle: burda style

Technische Zeichnung
Quelle. burda style


Auf diesen Schnitt der Dezember Ausgabe von burda bin ganz offensichtlich nicht nur ich  ganz schnell angesprungen :-).


Ich hatte jedenfalls ein sofortiges "Haben-Wollen" im Kopf. Wusste auch gleich welchen Stoff ich verwenden wollte.




Dann habe ich, eine Woche nach Erscheinen der burda, schon die erste klasse Umsetzung davon gesehen, die ich irgendwie nicht wieder finde - grrrr, wenn man sich nicht gleich alles speichert und merkt ist es weg, sorry :-(((  Mein "Haben-Wollen" wurde riesig und ich schaffte es immerhin schon mal, den Stoff zu waschen.

Dann wieder eine Woche später, die zweite wunderschöne Weihnachts-Umsetzung bei Sandra von Zufall wenn's klappt ........und ich hatte einfach keine Zeit - aaaaaah!!!!

Dann endlich vor zwei Wochen an einem halbwegs terminfreien Samstag hab ich's geschafft. Das war einer der Tage, an denen ich wie versessen an der Maschine saß, mit roten Wangen und glänzenden Augen (kennt Ihr das auch?????).

Und was lange währt...


...wird endlich gut!!




Dieser Pulli ist ganz genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, und ich freu, freu, freu mich, denn

  • genäht habe ich Gr. 34 - es passt!
  • die Nähanleitung habe ich weitestgehend ignoriert - ging irgendwie trotzdem und wahrscheinlich hatte ich dadurch einfach auch weniger Knoten im Kopf, als sonst
  • experimentierfreudig war ich und habe keinen Jersey (wie von burda vorgeschlagen) sondern einen dicken, warmen Strickstoff  (butinette) gewählt (geht super)
  • weggelassen habe ich den Reißverschluss im Rollkragen - erstens ist der Stoff dehnbar, zweitens wäre das bei dem dicken Stoff dann wirklich zu viel gewesen
  • cool ist, dass der Strickstoff zwei super schöne Seiten hat  (reines petrol und dieses kleine, schwarze Muster, wie auf den Fotos zu sehen) *jubel, ein Wendepulli* :-)
  • und glücklich bin ich, da mich dieser Pulli bei dem aktuellen Sauwetter kuschelig warm hält!
  • mit dünnem Rolli drunter kratzt der Pulli auch gar nicht mehr (habe ich das jetzt nicht super an Euch verkauft :-)) 

Jetzt gibt es schon wieder eine neue Ausgabe der burda und eigentlich wollte ich diesen Pulli nochmal nähen....mal sehen, ob das was wird ;-). Der MMM wir heute von Katharina in einem tollen"Weihnachtsstressminderungskleid" eröffnet.

Viele Grüße,
SuSe


Mittwoch, 10. Dezember 2014

MMM#6 - Pinafore Dress in Jeans

Endlich schaffe ich es mal wieder dabei zu sein!

Diesmal zeige ich mein erstes Kleid, das ich schon dieses Frühjahr genäht ("zusammen gefriemelt")habe.

Nach meinem Nähkurs im November 2013 hatte mich das Nähfieber gepackt, also fing ich an, das Internet zu durchstöbern und seltsamerweise, stieß ich  neben der Seite von burda als erstes auf die Seite von Angela Kane.

(Seltsam deswegen, weil ja die Nähblogszene im deutschsprachigen Raum soooo groß ist und extrem viele Informationen, Tutorials, Tipps und Schnittmuster hergibt und ich das tatsächlich erst viel später entdeckt habe...)

Nun gut, so war es eben.

Bei Angela Kane also gibt es einige ganz nette kostenlose Schnittmuster und dazu -  und das ist super klasse - wahnsinnig detaillierte Videos. Das war fast nochmal wie ein Nähkurs, nur, dass man sich natürlich die Videos so oft anschauen konnte, wie man wollte  (oder musste :-)) - gefundenes Fressen für eine Anfängerin.

Und dieses Kleid hatte es mir definitiv angetan! Die Taschen sind der Hit und suuuuper praktisch.
Quelle: Angela Kane

Das Schnittmuster war schnell geladen, gedruckt, geklebt und ausgeschnitten und dann ging es ans Video Schauen und Nähen. Und das klappte echt super und ließ kaum Fragen offen. Die Videos sind so eindeutig und toll gemacht, dass ich auch als Anfängerin echt gut folgen konnte.

Inklusive dem Reißverschluss am Rücken!!!! Da hatte ich null Probleme zu verstehen, wie es geht, aber maximale Probleme, geradeaus zu nähen, nicht in die Zähnchen zu kommen, die Nähte zwischen Oberteil und Rockteil sich auf der gleichen Höhe treffen lassen, aber nach ungefähr 10 -15 Mal auftrennen, hatte ich es dann (ich brauchte noch ca. 5 weitere solcher Reißverschlüsse, bis ich es konnte - also nicht aufgeben, irgendwann klappt es!!!)

Das eigentliche Problem kam aber dann: das Anpassen - wie geht das denn????

Genäht habe ich mit der Größe 12. Das war schon mein erster Fehler - ich habe die Größe nicht aufgrund meiner Oberweite ausgewählt (da hätte ich dann 10 gewählt) und den Rock vergrößert, sondern ich habe es umgekehrt gemacht (und bin damit den harten Weg gegangen). Und der Reißverschluss musste schon wieder raus..... :-((((.

In endlosen kleinen Schritten habe ich links und rechts Weite rausgenommen, dabei "zufälligerweise" die Armlöcher mit verkleinert, das dann teilweise wieder rausgelassen (dann passten die Armlöcher wieder, das Oberteil war aber auch wieder zu weit), recherchiert, wo mein Fehler lag, dann über die vorderen und hinteren Abnäher ganz viel Weite rausgenommen, was dann passte  - aber leider nicht mehr mit der Oberkante des Rockteils.

Okay, der Rock war eh noch viel zu lang, der musste auch noch kürzer werden und da die Taschen noch nicht montiert waren und die Änderungen in der Weite noch anstanden, habe ich ihn kurzerhand einfach weiter nach oben gezogen bis unten die Länge stimmte und oben abgeschnitten.

Ähhhhh, was? Ja, das habe ich getan. Hätte ja auch gar nicht viel ausgemacht, wäre da nicht schon der Gehschlitz im hinteren Rockteil gewesen.... aber das habe ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht bemerkt. Ich war so fokussiert auf die Weitenänderungen...

gelb gestrichelt: der Gehschlitz vor dem Zunähen :-)
Also beim Rockteil begann dann das gleiche Spielchen wie beim Oberteil (diesmal habe ich mich direkt mal auf die Abnäher gestürzt und ich glaube an der Seite nur wenig weggenommen (ist aber schon zu lange her) -  eben einfach so lange bis es passte.

War ich stolz auf mein erstes Kleid! Zum Glück hatte ich es erst Mal an einem Wochenende daheim an und wurde von der Familie auf den doch sehr freizügigen Blick beim Treppensteigen aufmerksam gemacht :-) (okay, ich hatte auch schon leggins an, war nicht ganz so wild, aber...puhh, bin ich erschrocken!).
Den Gehschlitz habe ich einfach so weit wieder zugenäht, wie erforderlich (das ging, weil der Rock unten weit genug ist, so dass das beim Laufen nicht stört).

Das war alles sehr abenteuerlich und langwierig, aber ich habe wirklich extrem viel dabei gelernt, und trage das Kleid wirklich super gerne (vor allem auch wegen der Taschen!)

Dieses Projekt war dann auch ausschlaggebend dafür, dass ich mir den Wunsch nach einer Schneiderpuppe erfüllte, denn es hat mich wahnsinnig gemacht, dieses Kleid ständig an und aus zu ziehen, nicht vernünftig abstecken zu können und am Rücken gar nicht abstecken zu können.

Schon schräg, oder? 
Mit der Puppe ist das schon viel besser, auch wenn diese am Ende nur ungefähr meine Größe hat. Stelle ich den richtigen Unterbrustumfang ein, hat die Puppe doch zu wenig Oberweite. Das löse ich, indem ich ihr kurzerhand einen ausrangierten BH angezogen habe.
Und weil das so schräg aussieht, hat meine Puppe auch immer ein Top, oder jetzt im Winter, einen dünnen Rolli an. Wirkt doch gleich viel besser:-), oder?

Aber ich schweife ab, sorry: zurück zum Kleid:

Im Sommer habe ich es kaum angehabt (der Stoff ist doch irgendwie zu hart und etwas seltsam um es ohne was drunter zu tragen...) aber jetzt im Winter trage ich es wieder.

Hier also noch ein paar Tragefotos (wie immer vor dem Spiegel, krumm und schief und bei mäßiger Beleuchtung)

Einmal ohne Jacke:

Wie immer schön schief von hinten... :-)

 Und, weil ich immer so verfroren bin, noch einmal mit Jacke: 




Und wem das alles zu viel Text war, hier nochmal der Steckbrief auf die Schnelle:

Schnitt: Pinafore Dress, Angela Kane
Stoff: Stretch Jeans, butinette
Jacke, Leggins, Stiefel: gekauft

Schnell weg zum MMM, wo sich heute FrauCrafteln in ihrer schicken neuen Hose präsentiert! Zum selber Lesen und kommentieren, was Ihr anderen so produziert habt, komme ich wohl erst morgen, da ich mal wieder einen Nähkurs besuche!

Viele Grüße,
SuSe



Montag, 8. Dezember 2014

Hosen Herbst #5: doch noch eine?

Es ist passiert: ich habe den End-November / Anfang-Dezember Termin verstreichen lassen, ohne etwas zu schreiben. Nein, ich habe es nicht vergessen, und ich hätte es auch bestimmt noch zeitlich untergebracht - mir war einfach nicht danach.

Und nachdem Meike auch immer wieder betont hat, dass dieser Sew Along ohne Stress aber dafür mit viel mit Spaß ablaufen soll, habe ich eigentlich auch kein schlechtes Gewissen.
Ich bin ja auch noch dabei - aber eben nicht pünktlich.

Irgendwie habe ich mit dem Hosenthema trotz dass ich mich das letzte Mal nochmal voll reingehängt, immer noch nicht meinen Frieden gemacht - Hosen mit den ganzen Anpassungen finde ich nicht einfach. Und das liegt aktuell sicher noch nicht daran, dass ich die perfekte Hose suche. Vielleicht ist auch eines meiner Probleme damit, dass ich tatsächlich relativ wenig Probleme habe, Kaufhosen zu finden, die mir gefallen. Und damit natürlich die Lust darauf, sich soo anzustrengen für mäßigen Erfolg tendenziell eher niedrig ist.

Und das bringt mich von einem zum anderen und dann auch wieder zur ganz zentralen Frage: Was bedeutet eigentlich das Thema Nähen für mich?

Es ist und bleibt ein Hobby, das mir extrem viel Spaß macht. Was ich manchmal ganz locker betreibe oder aber auch wie versessen stundenlang. Was mir hilft, den Kopf frei zu bekommen, was mich erfreut, wenn ich wieder was neues zum Anziehen habe und was mich fordert (und leider manchmal auch ärgert und frustriert - das aber zum Glück extrem selten).

So wie eben das mit der Hose.
Burda Style: Young - Hosen & Overalls - Sarouelhose - Damen und Herren
Quelle: burdastyle

Aber noch ist nicht Schluss - ich habe entschieden, es diesmal mit etwas zu versuchen, bei dem die Passform weniger ausschlaggebend ist: eine weite Yogahose.

Nach diesem Schnittmuster von burda.

Und einem schwarzen Jersey, den ich noch im Schrank habe.

Und vielleicht ein bissel länger - wegen Winter und so.

Drückt mir mal die Daumen, dass das ein Projekt zum Entspannen wird. Und dass ich dann pünktlich Ende Dezember/Anfang Januar beim Hosen Herbst Finale bei Frau crafteln meine neue Yogahose präsentieren kann .-)

In diesem Sinne, bis bald!

VG
SuSe