Dienstag, 26. August 2014

Über UFOs

Nichts ist schlimmer, als UnFertigeObjekte.


Als ich beschlossen hatte, dass in Zukunft Stricken und Nähen und ähnliches in meinem Leben einen Platz erhalten sollten, habe ich mir lange Gedanken dazu gemacht, ob das nicht auch wieder so eine Sache ist, die man anfängt, aber dann schnell wieder bleiben lässt.

Entstprechend vorsichtig habe ich mich da ran getastet und einen Entschluss gefasst:

Wenn Du das tust, mach es richtig und mach vor allem die Dinge, die Du anfängst auch fertig!

So weit so gut. Aber manchmal kommt es anders----

Rückblick

Mit dem Stricken hat es ja bekanntlich angefangen. Danach kam das Nähen schnell dazu und schon musste man sich immer wieder zwischen den Themen entscheiden. Zumal ich das Gefühl hatte, dass ich mit dem Nähen viel schneller zu fertigen Ergebnissen kommen kann, als mit dem Stricken. (Echte Strickerinnen schütteln darüber nur den Kopf, aber das Gefühl habe ich bis heute.)

Und schnell hatte ich mein erstes UFO:
Ein Strickpulli, den ich im Winterurlaub angefangen hatte. Er war fast fertig, als ich bemerkte, dass er mir zu kurz war und dass ich den Bund verlängern musste. Da kam der Nähkurs gerade recht und der Pulli war erst Mal vergessen.
Außerdem stand der Frühling vor der Türe und mir war nicht mehr so nach Strickpulli.


Und dann das Etuikleid aus dem hellgrauen Jeansstoff, das mal als Kartoffelsack angefangen hatte, dann aber nach diversen Anpassungen und Ergänzungen in einem halbwegs tragbaren Zustand gekommen ist ebenfalls noch auf den letzten Schliff wartet...es fehlen noch die Applikationen am Rücken (die sind bisher nur mit Nadeln aufgesteckt) und da ist so eine komische kleine Beule an der rückwärtigen Naht, die muss ich auch noch untersuchen und irgendwie eliminieren...




Eine verunglückte Hose, bei der ich noch keine Ahnung habe, ob sie zu retten ist (wie erzeugt man mehr Stoff an Stellen, an denen man zu viel abgeschnitten hat????)

Ein süßes, kleines Wesen mit der amigurumi Technik (bei eliZZZa auf you tube findet Ihr tolle Video Tutorials zur Technik! )gehäkelt jammert sehr, den es hat noch keine Arme, Ohren und eine kleine Nase soll es auch noch bekommen...


Auch das angefangene Paar Socken ist noch immer kein Paar sondern ein einsamer Socken mit einem halben Partner.

Mein Vorsatz droht gerade zu scheitern und das darf nicht sein.

Also habe ich mich erst Mal dem Strickpulli gewidmet. Ich habe eine Bundverlängerung gestrickt und diese an den existierenden Bund unten angenäht - aber irgendwie falsch...- leider sieht man den Übergang deutlich, so ein Mist. also bleibt dieses UFO weiterhin noch ein UFO *seufz*...aber immerhin hat eine Freundin von mir Ahnung, wie man das richten kann...

Dann das Kleid, das Amigurumi Wesen und die Socken???? Mal schaun :-)

Hoffentlich habe ich dann bis Ende September keine UFOs mehr!

Viele Grüße, SuSe

Sonntag, 24. August 2014

"Making of" im August: Sommerkleidchen "PS" Teil 5

Endspurt: Schrägstreifen, Träger und Co.


Im Original gehen die Einfassbänder direkt in die Träger über.

Als erstes brauche ich also Paspelstreifen zum Einfassen und auch für die Träger.

Dazu messe ich zunächst die Länge aus, die ich für das Einfassen der Ärmelausschnitte und des Rückens brauche.

Ich messe also von der Oberkante des linken Ärmelausschnitts über den Rücken bis zur Oberkante des rechten Ärmelausschnitts. Großzügig gemessen (ich plane immer ein bisschen Sicherheit mit ein) komme ich da auf 70 cm.

Die Einfassung sollte am Ende ca. 1 cm betragen. Da das ganze viermal eingeschlagen wird brauche ich also eine Breite von 4 cm.

Also schneide ich im 45 Grad Winkel einen Stoffstreifen der 4 cm breit ist und 70 cm lang.

Die beiden Außenkanten werden zur Mitte hin gebügelt, dann wird der Streifen noch in der Mitte gefaltet und wieder gebügelt.










Im nächsten Schritt wird das Band rechts auf rechts an der Kante des Ärmelausschnitts über den Rücken bis hin zur Kante des anderen Ärmelausschnittes mit Nadeln festgesteckt.













Um die Breite des Rückens zu bestimmen, habe ich das Oberteil nochmals ganz gerade hingelegt und die Ecken rechts und links festgepinnt. Dann kann man das Band über die "Lücke" am Rücken zum anderen Rückenteil legen und dort weiter feststecken.


Dann kommt das Übliche: Feststeppen! Un so sieht das dann aus, wenn es umgeschlagen ist!
Von innen sieht es noch ein bisschen unordentlich aus, da muss auch noch ein bisschen "aufgeräumt" werden.

Ärmelausschnitte - ebenso wie der Halsausschnitt - haben eine Rundung. Wenn man dort jetzt die Nahtzugabe umklappen und in die Paspel einarbeiten wollte, wäre das recht schwierig.

Daher schneidet man diese bis knapp vor die Naht ein:

Bügelt:

Klappt ein, steckt das ganze von Außen fest und steppt von Außen knappkantig ab.

Ähnlich verfährt man mit dem Halsausschnitt:

Zunächst wird dieser ausgemessen, dann ein Paspelstreifen zurechtgeschnitten, gebügelt, geheftet, angesteppt. An der Oberkante, wo sich Halsausschnitt und Ärmelausschnitt treffen, sieht man jetzt schon den Ansatz der Träger!


Auch für die Träger, werden Streifen angefertigt.

Diese habe ich auch schon fertig und mit Nadeln ans Kleid geheftet:

Aber jetzt brauche ich definitiv die zukünftige Trägerin des Kleides, um die Länge der Träger festzulegen!

Also liebe Freundin: bitte melden :-)! 

Viele Grüße, SuSe

Freitag, 22. August 2014

"Making of" im August: Sommerkleidchen "PS" Teil 4

Endlich geht's weiter: Oberteile an Rock steppen

Heute hatte ich nicht allzu viel Zeit, daher mal wieder nur vier schnelle Nähte!

Wenn die Rockbahnen alle aneinander gesteppt sind, steppe ich auch die Oberteile an und das sieht dann am Ende so aus. 
Von hinten:



Und von vorne:

Jetzt fehlt noch das Rückenteil, das im Prinzip genau so genäht wird.

Linke Seite:


Rechte Seite:




Das hat doch schon fast was von einem Kleid, oder?





Jetzt noch die Seitennähte schließen...






...und dann fehlen "nur" noch die Träger und der Feinschliff!



Viele Grüße, SuSe

Mittwoch, 20. August 2014

Hosen Herbst: # 1


Was für eine tolle Idee und was für ein Zufall!

Jetzt bin ich ja ehrlicherweise doch noch eine echte Anfängerin, wenn ich mir anschaue, was andere so mit ihrer Nähmaschine auf die Beine stellen. Und um das Thema Hosen habe ich bisher, bis auf 3 Versuche (von denen nur einer halbwegs gelungen ist), einen riesen Bogen gemacht.

Da ja aber der Winter naht und es mir dann doch manchmal im Rock oder Kleid echt zu kalt ist, wird es wohl Zeit, dieses Thema mal wieder anzugehen.

Also habe ich mich flott bei meinem zweiten Nähkurs angemeldet um mal herauszufinden, wie um alles in der Welt das Schnittmuster mit meiner Figur zusammenhängt und wie ich es schaffe, dass eine Hose nicht gleich ein Sack oder alternativ die Hülle für eine Presswurst wird.

Hosen Herbst mit Frau Crafteln
Und jetzt falle ich (etwas zu spät, ich hoffe das macht nicht so viel und ich kann noch mitmachen) durch Zufall über diesen völlig entspannten Hosen Sew along von Frau Crafteln! Vielen Dank für diese schöne Idee und die Organisation!

Und lerne, dass das Thema Hosen nicht nur für mich eine Herausforderung ist. Und dass ich nicht nur einen Nähkurs machenh könnte, sondern mich hier auch vielleicht mit vielen anderen austauschen könnte! Das wäre echt super!

Ist doch schön, wenn man nicht alleine mit seinen Herausforderungen ist!

Los geht's: Was für eine Hose soll es denn werden?

Diese Hose ist tragbar
Hosen trage ich in allen Lebenslagen: zuhause und bei der Arbeit, dabei dürfen Hosen sowohl rockig/schlurig als auch schick sein. Hauptsächlich sind es Jeans in vielen Variationen.
 Ich habe ja dieses Jahr meine Leidenschaft für Hosen entdeckt, die oben eher weiter sind und dann ab den Knien eng werden. Das geht so ein wenig in Richtung Chino /Sarouelhose.

Damit habe ich auch schon etwas experimentiert - eine Hose wurde tragbar - die andere liegt als untragbares UFO noch in der Ecke. Vorlage war damals dieser Schnitt von burda:

Hose-105 1111 B
Quelle: burda Verlag
Auch habe ich in einem spontanen Anfall mir Stoff für eine leichte, 3/4 lange Saroulehose gekauft ( die ich nie angefangen habe. Und jetzt ist der Sommer vorbei...)  
Diese Hose kommt dem Stil auch sehr nahe und gefällt mir auch extrem gut (der Schnitt ist leider nur für Langgrößen, was dann eine Herausforderung mehr bedeutet...):

120A 1113 B
Quelle: burda Verlag
Als Alternative (wobei das sehr experimentell für mich wäre) finde ich auch tatsächlich die Knickerbocker Hose aus der burda 08/2014 schön - ob mir das steht?????

112 082014 B
Quelle: burda Verlag
Young H/W 2011 Fotos
Quelle: burda Verlag
Später ergänzt:
Schlaghose mit Reißverschluss hinten! Auch sehr cool!















Oder ich übe mich mal in den Basics und nähe eine klassische Jeans, bediene mich dabei dem Schnittmuster von Angela Kane:



Immer diese Entscheidungen!


Und was findest Du in meinem Schrank?

Neben der eben erwähnten "neuen Liebe" Saroulehose gibt es hauptsächlich Jeans. 
Entweder Slim mit leicht tiefem Bund oder oben eng (auch mit leicht tief sitzendem Bund) ab dem Knie weiter bis hin zu Schlaghosen.

Welche Hosen gehen gar nicht?

Hosen die zwicken, Hosen mit einem "nomal" hohen Bund (der steht immer ab), leider auch Marlene Hosen obwohl ich die super toll finde und jedes Mal wenn ich irgendwo eine sehe sie anprobiere und hoffe, diesmal die richtige gefunden zu haben.

Welchen Stoff nehme ich?

Okay, das hängt jetzt sicherlich extrem davon ab für welchen Schnitt ich mich entscheide :-)
Eine Alternative zur ewigen Jeans wäre durchaus willkommen, aber schau mer mal!

Ich freue mich auf Eure Kommentare, und darauf was es bei Euch zu sehen gibt!

Und hier findet Ihr die Beiträge der anderen Teilnehmer!

Viele Grüße, SuSe

Sonntag, 17. August 2014

"Making of" im August: Sommerkleidchen "PS" Teil 3

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Es ist doch unglaublich viel los im Sommer, so das ich mich gerade Naht für Naht vorarbeite. Ich werde das Kleidchen doch noch fertig haben, bevor der Sommer vorbei ist?

Immerhin warten noch diverse andere Projekte auf mich und ich würde liebend gerne beim nächsten MMM im September mitmachen...und dafür brauche ich natürlich etwas, was ich für mich genäht habe. 

Ich habe da auch schon was im Auge...aber zunächst muss ich ja mit meinem laufenden Projekt weiter machen :-).

Also weiter geht's mit dem Raffen der Rockbahnen

Das funktioniert so, wie ich es in meinem letzten Blog erklärt habe.

Also hier nur ein paar Fotos dazu:


Wie gehabt: in kurzem Abstand an der Oberkante des ein-zureihenden Teils  3 gerade Nähte mit längster Stichlänge (bei mir 4) steppen. 

Wichtig: am Anfang und Ende nicht verriegeln und etwas Faden stehen lassen!
Dann im nächsten Schritt auf die Länge der Unterkante des Teils einreihen, an welches angenäht werden soll.








Freitag, 15. August 2014

"Making of" im August: Sommerkleidchen "PS" Teil 2

Jetzt wird genäht!

Nachdem ich neulich einen Papierschnitt für das Sommerkleidchens gezeichnet und ausgeschnitten habe, kann ich mich jetzt endlich ans Nähen machen!

Vorderes Oberteil und erste Stufe

So sehen die ausgeschnittenen Teile für das Oberteil und die erste Rockstufe aus:


Man sieht eindeutig, wo die oberste Rockbahn eingereiht (gekräuselt) werden muss.

Dienstag, 12. August 2014

Rezept des Monats: August

Heute gibt's was auf den Tisch

Es war (trotz gegenteiliger Ankündigung immer noch) heiß, der Kühlschrank quoll über von Zucchinis in allen Größen und Formen aber so richtig Hunger aufkommen wollte auch nicht.

Daher ein ganz schnelles Rezept, wie man trotz Hitze und fehlendem Hunger den Kühlschrank von Zucchinis befreit:
Hmmmm....lecker!


Sonntag, 10. August 2014

"Making of" im August: Sommerkleidchen "PS" Teil 1

Kopieren - geht das überhaupt?

Heute habe ich mich das erste Mal an das kopieren eines Kleidungsstückes gewagt. Kompliziert schien es nicht, das Kleid meiner Freundin, also machte ich mich gleich ans Werk:

Hier seht Ihr das Original einmal von vorne und einmal von hinten:


Alle folgenden Abmessungen ergeben ein Kleid Größe M (so ist es im Originalkleid selbst angegeben) Meine Schätzung ist dass das Größe 36/38 ist (ohne Gewähr).

Freitag, 8. August 2014

Alles Neu! Oder was hat eine selbstgestrickte Mütze mit dem Thema Bloggen zu tun?

Von der Mütze....


Die verzweifelte Suche nach einer bezahlbaren und brauchbaren Mütze für meinen Sohn hat mich dazu gebracht, das Stricken wieder anzufangen. Gefühlt hatte ich das letzte Mal vor 1000 Jahren Stricknadeln in der Hand und war nicht sicher, ob ich das wirklich will. 

Stricken war dann nicht sooooo schlimm - irgendwie machte es sogar nach und nach richtig Spaß (obwohl ich die Mütze bestimmt 5 Mal wieder auftrennen musste, da ich keine gescheite Anleitung hatte).

Am Ende war sie fertig und musste nur noch vom "Kunden" abgenommen und genutzt werden. Und wer sagt's denn: Die Mütze wurde gut und gnädig den ganzen Winter getragen! 



Prima, dann konnte ja gleich das nächste Projekt her: mein erster selbstgestricker Pulli!