Donnerstag, 11. September 2014

Positiv umdeuten - (oder UFOs Teil 2)

Manchmal muss man etwas "umdefnieren". Wie z.B. bei meinem Dreieckskleid. Das habe ich jetzt vom Zustand UFO in den Zustand "fertig" geschubst.



Und das kam so

Das Dreickskleid war ursprünglich gar kein Dreieckskleid.  Der Schnitt stammt aus der Zeitschrift "meine Boutique" Ausgabe Nr. 3 April - Mai 2014 und ist irgendwie tatsächlich (kaum zu glauben) der Schnitt vom Titelbild.


Da ich immer noch extrem unsicher mit den Größen bin, wollte ich erst mal üben und verwendete dafür einen graubraunen elastischem Jeansstoff, den ich vor einigen Monaten schon günstig bei butinette gekauft hatte.

Dann stürzte ich mich auf das Schnittmuster (waren ja anfängerfreundlich nicht viele Teile) und nähte das Ganze ganz schnell zusammen.

(Ach so: ein Futter hatte ich mir noch dazu ausgeschnitten, denn Jeansstoff auf Strumpfhosen trägt sich ja nicht so gut. Damit hatte ich zwar schon die erste Abweichung vom Plan, aber egal, man ist ja kreativ und erfinderisch. Außerdem war das gleich eine gute Gelegenheit mal das Thema auszuprobieren. Dazu befragte ich ein weiteres Video von Angela Kane (ich muss sagen, diese Videos sind echt gut...).)

Am Ende stand ich da mit einem viel zu weiten, grauen, kartoffelsackähnlichen Stück Stoff am Leib...das war noch vor meinem Blog, die Fotos die davon existierten habe ich vor lauter Schreck wieder gelöscht, demnächst weiß ich ja, dass ich blogge, dann werden auch die unschöneren Fotos gezeigt :-)

Aber mein Ehrgeiz es doch noch zu einem guten Ende zu bringen war groß.

Also musste meine Schneiderpuppe herhalten, ich habe das gesamte Oberteil und den Rock vor allem in der Taille viel enger genäht - das sitzt jetzt relativ figurnah und der Rock ist weiterhin ausgestellt.

Auf den ersten Blick passte das Kleid jetzt wenigstens. Aber graubraun war es trotzdem noch. Und auf einmal wurde mir die linke Seite des Stoffes viel sympathischer, sie war viel heller und freundlicher. Aber kann man einfach so die linke Stoffseite zur "guten" Seite umdefinieren?

Ich war der Meinung, das geht - also habe ich wieder alles auseinander gefriemelt.
Dabei habe ich mit dem Nahttrenner am Reißverschluss den Futterstoff teilweise zerstört und musste diesen neu zuschneiden (ich frage mich immer noch, ob der Nahttrenner Freund oder Feind ist und bewundere die Ausdauer von machenstattkaufen, die ihren Nahttrenner auch regelmäßig bemüht, sich damit aber offensichtlich wesentlich leichter tut, als ich).

Und natürlich habe ich dann alle Stoffteile diesmal mit der linken Stoffseite nach außen wieder zusammengenäht

Jetzt hatte ich ein helles, passendes, aber immer noch graues und etwas langweiliges Kleid. Das konnte nicht so bleiben und irgendwie kam ich auf die Idee, um die Taille herum Dreiecke aus dem gleichen Stoff aber diesmal der rechten Stoffseite aufzunähen.

Vorne war das schnell erledigt. Hinten habe ich vertagt.



Eigentlich wollte ich auch die ganze Zeit immer noch die Dreiecke hinten aufnähen, es gab aber immer wichtigeres oder interessanteres zu tun.

Aus UFO wird FO 

Und so hing das Kleidchen als UFO wochenlang in der Ecke rum. Bis der Sommer beschloss, dass es jetzt reicht mit schönem Sommerwetter .

Auf einmal hatte ich Lust, dieses Kleid auszuführen. Der Vollständigkeit halber habe ich die Beule hinten noch entfernt und..

...und es hat mir gut gefallen. Anderen offensichtlich auch, denn es gab auch Komplimente dafür.



Ob ich allerdings die Dreiecke auf der Rückseite
nochmal annähen werde, weiß ich noch nicht. Nach so einer langen Pause habe ich völlig vergessen, welches von den vielen verschiedenen braunen Garnen ich zum Annähen benutzt hatte und welche Einstellung die Nähmaschine für das Aufsticken der Dreiecke hatte.

Egal. Mit und ohne Strickjacke auf jeden Fall gut tragbar, also kein UFO mehr!



Vielleicht nähe ich auch nochmal die passende Jacke dazu  - den graubraunem Jeansstoff habe ich noch :-).

Viele Grüße,

SuSe

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