Mittwoch, 26. April 2017

Mir ist kalt!

Ostermontag haben wir mit Freunden einen super Spaziergang durch strömenden Regen gemacht.  Zwischendurch hat es kurzfristig gehagelt und nach fast 2 Stunden waren wir bis auf die Haut durchnässt.
Gegen Ende kam dann noch netter Nordwind auf und sorgte für endgültige Unterkühlung.Freutag #2
Daheim angekommen, wurde erst Mal der Kamin angefeuert - damit fing dann der gemütliche Teil an. Mit leckerem Essen und der ersten Flasche Rotwein war uns dann auch endgültig wieder warm genug.
Irgendwie war es trotz allem lustig.
Aber es hat mich dazu animiert, doch noch zwei Winterstoffe zu verarbeiten (denn es ist zwar wieder einigermaßen brauchbares Wetter - Montag - der Tag der Fotos - war es sogar super schön, aber immer noch bitter kalt) und damit Platz im Stoffschrank zu schaffen.
Heute also nochmal einen Winterpulli.
Toaster1-1
Aus super weichem Strickfleece, erworben bei Michas Stoffecke, genau der richtige Anteil Kuschel für diesen never ending winter...
Toaster 1 - ein Schnitt von Sew House Seven, in deutscher Übersetzung bei Nähconnection erhältlich  - da muss einem ja warm werden, in der vergangenen Saison schon soo oft genäht, gezeigt, bewundert...z.B. wunderschön bei Sindy von mein gewisses Etwas oder bei Melanie von theflyingneedle. Und auch für Julia von piek & fein war es noch nicht warm genug, und schnell musste letztens noch ein, nein zwei, Toaster her.
Einfach zu nähen, mit schönen Raglanärmeln...leicht verlängert, weil bekanntermaßen doch sehr kurz.
Toaster1-2
Die Hose ist übrigens die Boyfriend von Leni PePunkt, super bequem und daher in ständigem Einsatz (aber noch nicht verbloggt).
Es gibt immer öfter Tage, an denen ich mein Outfit fast komplett selbst genäht habe. Und ich gehe immer seltener durch die Stadt und kaufe Kleidung. Trotzdem gehe ich gerne in die Stadt und schau mich um, was so alles in den Läden angeboten wird.
Oft nehme ich dann auch das eine oder andere Teil mit in die Kabine und probiere es an. Einfach nur so, um einen ungewohnten Schnitt zu probieren, bevor ich ihn erst aufwändig nähe. Denn für das meiste, was in den gängigen Geschäften und Ketten ausgestellt ist, gibt es auch irgendwo einen Schnitt dafür.
Toaster1-3
So, und jetzt könnte es doch bitte, bitte endlich wärmer werden! Es ist Ende April! Hallo! 
Und ihr so? Schon in luftigen Frühlingsoutfits?
Falls Ihr jetzt nicht zufällig über den Me Made Mittwoch zu mir gefunden habt: Mein Blog ist umgezogen ;-) Mir gefallen die Layouts von Wordpress einfach besser als die von blogger. Kommt Ihr mit? Ich würde mich riesig freuen!
Diesen Blogbeitrag veröffentliche ich jetzt noch unter beiden Adressen, demnächst geht es aber nur noch hier weiter (also auf https://susesews.wordpress.com

Und ihr so? Schon in luftigen Frühlingsoutfits?
Hier noch die Kurzfassung der gezeigten Schnitte:
Pulli: 
SchnittmusterToaster 1 - ein Schnitt von Sew House Seven, in deutscher Übersetzung bei Nähconnection erhältlich
Stoff: Strickfleece, erworben bei Michas Stoffecke
Anpassungen:  3 cm verlängert, sonst keine Anpassungen
Schwierigkeit: sehr leicht
Nochmal machen: absolut, das ist ein wirklich schicker Schnitt.
Hose: 
Schnittmuster: Boyfriend von Leni PePunkt
Stoff: Stretchjeans Coupon vom Stoffmarkt
Anpassungen:  keine
Schwierigkeit: gute Schritt für Schritt Anleitung, insofern auch mit etwas Näherfahrung zu meistern
Nochmal machen: ja, wenn diese Version aufgetragen ist, muss Ersatz her ;-)
Liebe Grüße,
SuSe
Hier verlinkt:
Me Made Mittwoch

Donnerstag, 13. April 2017

Cheyenne hack

Mein Cheyenne Kleid ist fertig.

Die Idee aus dem Cheyenne Schnitt ein Kleid zu bauen kam mir schon während ich die Bluse nähte.

Meine Idee war, der Bluse mit einem Band in der Taille etwas mehr Form zu geben, was ich normalerweise mit einem Gürtel mache, und dann eben zu einem Kleid zu verlängern.

So richtig zufrieden bin ich mit dem Ergebnis allerdings nicht
Ich glaube, ich hätte es noch stärker verlängern und auch den für eine Tunika typisch abgerundete Saumabschluss weglassen müssen. Ich habe zwar nachträglich versucht, die Rundung im Saum durch einen Einsatz abzuschwächen, was nicht wirklich hilft, sondern eher noch komischer aussieht.


Was ich allerdings mag, sind der Stoff und die Knöpfe, obwohl ich Sorgen hatte, dass diese zu schwer sein würden, was sich aber als unbegründet herausgestellt hat. Allerdings neigt die Knopfleiste etwas zum "Aufklaffen". Nicht so, dass man die nackte Haut sieht, aber immerhin die hintere Knopfleiste. Und das, obwohl immer noch genug Luft ist, ich tief atmen oder auch ein Stück Kuchen mehr essen könnte...


Unterhalb des Taillenbandes habe ich einen kleinen durchsichtigen Druckknopf in der Knopfleiste angebracht, dass es wenigstens da nicht so stark verrutscht. Das müsste ich eventuell weiter oben auch noch machen.

Außerdem habe ich natürlich versucht, mir das Kleid schöner zu machen, indem ich auch mal eine Jacke drüber gezogen habe...


Schon besser, aber hilft ja nichts, wenn ich keine Lust habe, die Jacke auch mal auszuziehen....

Oder überlegt habe, ob es dann doch besser in den Herbst passt...(obwohl es ja eigentlich über die Osterfeiertage spontan wieder Winter wurde...)


...nein, so richtig anfreunden kann ich mich nicht...

Oder die Idee mit dem Kleid ganz aufgebe und doch wieder kürze und eine Bluse daraus mache...



Oder kürzen zur Bluse, Taillenband wieder raus und versuchen doch wieder eine ganz klassische Cheyenne daraus zu machen - das wäre dann doch wieder viel Umbauaufwand....

Wie seht Ihr das? Habt Ihr noch Ideen?

Schade, denn wie gesagt, die Cheyenne ist super, Stoff und Knöpfe auch, aber meine Idee ist zumindest in dieser Umsetzung nicht ganz meins...

Schnittmuster: Verlängerte Cheyenne von Hey June, in deutscher Übersetzung bei Näh Connection
Stoff: Karostoff von stoffe.de
Anpassungen: genäht in Gr. XS, Taillenband eingefügt, Verlängert zum KLeid

Nun denn, dann hole ich mir mal Inspiration beim MeMadeMittwoch und freue mich mit Euch an Euren neuen Kleidern!

Machts gut!

SuSe


Mittwoch, 5. April 2017

Frühlings - Lagenlook


Man kann es nicht leugnen - endlich Frühling! Und das heute auch beim Me Made Mittwoch! Da  braucht man eindeutig den Lagenlook.
Ein Top, ein luftiges aber langärmeliges Shirt und noch was zum mal eben schnell drüberziehen.

Und das ganze in hellen Farben.

Ganz schnell zu nähen, damit man möglichst viel Zeit draußen und wenig Zeit an den Nähmaschine verbringt.

Kennt Ihr den Cocooon cardigan von sew in love? Den habe ich schon ganz lange auf meinem Pinterest Board gespeichert - und jetzt war der Moment gekommen. Eigentlich ist das eine Video Anleitung, aber soo einfach und so schön gemacht, dass man auch nicht wirklich keinen Schnitt braucht.

Praktisch, dass ich in meinem Bestand noch einen schönen leicht glitzernden Rippenjersey gefunden habe.

Den habe ich in dem ebay Shop pretty woman Leipzig erworben. Da kann man immer mal wieder ein paar Schnäppchen machen, oft sind das Stoffe aus deutscher Herstellung, Restposten und Überproduktionen aus der Industrie oder auch Aufkäufe von Geschäfts- und Atelierauflösungen.
Man muss ein wenig stöbern, aber was ich bislang bekam, war alles völlig in Ordnung und wirklich günstig.

Allerdings habe ich nicht darauf geachtet, dass der Stoff für den Cardiagn in beide Richtungen dehnbar sein sollte - jetzt ist das Loch an dem der Ärmel angesetzt wird, echt eng. Also mein Arm geht gerade so durch, aber drückt dann doch etwas mit der Zeit, wenn ich ihn zu weit hoch ziehe.

Trotzdem mag ich ihn sehr gerne.


Drunter trage ich ein Fledermausshirt nach einem Schnitt von schnittreif und einem leichten ganz weichen Glitzejersey, den ich letztes Jahr in unserem Stoffladen erworben habe.

Auch dieser Schnitt ist super easy zu nähen und genau das Richtige für ein schnelles Shirt zwischendurch. Fledermausärmel sind schön luftig und sehr angenehm zu tragen.


Bis runter auf das Top kann man sich noch nicht ausziehen - aber das kommt bestimmt bald!

Hier noch schnell die Zusammenfassung...

Cardigan:

SchnittmusterCocoon cardigan von sew in love
Stoff: genäht Rippenjersey erworben bei pretty woman Leipzig
Anpassungen:  keine Anpassungen
Schwierigkeit: sehr leicht
Nochmal machen: wie viele Cardigans braucht man? Wenn ich wieder einen passenden Stoff habe, gerne!

Shirt:

SchnittmusterFledermausshirt nach einem Schnitt von schnittreif
Stoff: weicher Glietzerjersey erworben im örtlichen Stoffladen
Anpassungen: keine Anpassungen
Schwierigkeit: sehr leicht
Nochmal machen: Ganz sicher!

Viele fröhliche Frühlingsgrüße an das MMM Team!

SuSe

Mittwoch, 29. März 2017

long time no see..aber da bin ich wieder

... ja so ist das manchmal. Lang war die Pause, die ich mir genommen habe. Das Leben 1.0 hat mich letztes Jahr einfach mehr beschäftigt und gefordert, da hatte ich keinen Kopf mehr für den Blog - mal sehen was 2017 bringt.

Darüber nachgedacht habe ich allerdings immer mal wieder, aber es brauchte diverse Anstöße um hier wieder zu schreiben.

Einer davon war z.B. der Blusen Sew Along bei Elke von Elle Puls - (ja ich weiß, der ist auch schon wieder ewig her) aber da wurden ja doch unglaublich viele tolle Blusenschnitte vorgestellt und genäht!

Ich habe immer mal wieder Phasen gehabt, in denen ich Blusen getragen habe.In letzter Zeit war das nicht so, aber plötzlich habe ich wieder Lust darauf, und es müssen neue Blusen her.

Gerne eher leger und nicht so formell. Bequem müssen sie sein. Sollten zu Jeans passen. Denn so gerne ich ab und zu einen Rock trage, Jeans sind und bleiben doch immer noch meine erste Wahl.

Also doch eher ein Hemd?

Unterschwellig beeinflusst hat sich die Idee eines Holzfällerhemdes bei mir festgesetzt. Wenn Ihr mich vor zwei Jahren gefragt hättet, ob ich glaube, dass es jemals wieder den Trend zu Holzfällerhemden geben würde, hätte ich das vehement verneint (immer wieder höchst interessant, wie unterschwellig Bedürfnisse geweckt werden...)...

Aber so ist das eben ;-)

Und so eine karierte Flanellbluse scheint ja doch seit letztem Herbst ein "Must-Have" zu sein, also irgendwie plötzlich für mich auch (bin eben auch nur ein Mensch....).

Hemdenstoffe sind immer mal wieder seeeehr günstig zu haben also beschloss ich, mich an dem so oft gelobten Schnitt Cheyenne von Hey June zu versuchen. In der deutschen Übersetzung bei Näh Connection erhältlich.

Selten hat mir ein Schnitt und eine Anleitung so viel Spaß gemacht. Für mich stimmte da einfach alles: die Erklärungen, die Übersetzung und schlussendlich auch die Passform -  es blieben keine Wünsche offen.

Trotz des wunderschönen Frühlingswetters kann ich diese Cheyenne gerade gut gebrauchen, denn auch aufgeknöpft mit Top drunter kann man sie gut tragen. Kuscheliger Flanell sorgt  für ausreichend Wärme am kalten Vormittag und die Ärmel mit dem Riegel für ausreichend Belüftung, wenn das Thermometer schon auf bis zu 17 Grad klettert.

Genäht habe ich die Blusen Variante mit durchgehender Knopfleiste in Tunika Länge.



Das triste Grau-Jeansblau-Karo konnte ich durch die roten Knopflöcher und die rot schwarz weiß karierte Knopfleiste etwas aufpeppen.

Die Taschen, Knopfleiste und Rückenpasse sind außerdem im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, das lockert das Karomuster etwas auf.

Die Knöpfe habe ich auf einer Messe mal als Dreingabe zu einem Knopfkauf geschenkt bekommen.

Damals dachte ich "Wer braucht denn Knöpfe mit Goldrand???" heute denke ich "Auf jeden Fall meine Cheyenne Bluse!!!"

Sie geben dem Holzfällerlook den schicken Touch, den es außerhalb des Waldes braucht ;-) So traue ich mich auch auf die Straße und zur Arbeit.

Und nach der ersten Wäsche spuckte die Waschmaschine dann auch ganz brav die Perlmutt-Imitat-Inlays für die Knöpfe wieder aus.
Sekundenkleber hat es gerichtet und die zweite Wäsche dann auch schadlos überstanden.

Hier noch schnell die Zusammenfassung...

Schnittmuster: Cheyenne von Hey June, in deutscher Übersetzung bei Näh Connection
Stoff: Flanellstoff von stoffe.de
Anpassungen: genäht zunächst in Gr. XS, keine Anpassungen
Schwierigkeit: super Anleitung, daher leicht zu verstehen, ein wenig Übung brauchte es aber, denke ich
Nochmal machen: Ja, die Verlängerung zum Hemdblusenkleid liegt schon bereit!

...und ab damit zum MMM
und zum After work sewing!

und dann gleich schau ich mal bei Euch vorbei!

SuSe


Mittwoch, 25. Mai 2016

Ginger Animal prints

Da ist sie also - meine Animal Print Ginger. Wo hab ich die Ginger Jeans in den letzten Monaten nicht überall gesehen? Gefühlt haben alle schon eine Ginger Jeans genäht und jetzt komme ich wie die verspätete Fastnacht (hat ja durchaus Methode dieses Jahr) und muss auch eine Ginger ausprobieren.

Der Me Made Mittwoch steht heute unter dem Motto Animal Prints - und da passt meine neue Ginger und noch ein paar andere Me Made Teile aus meinem Schrank ziemlich gut!

Vor zwei Jahren, als ich von der unglaublichen Fülle und Menge an Stoffen, unglaublichen Mustern Farben und Möglichkeiten des Selbernähens noch völlig überrumpelt war (okay, das impliziert, dass es jetzt nicht mehr so ist, das stimmt aber so nicht ganz...), habe ich diesen Stoff gekauft in der absoluten Sicherheit, dass er eigentlich eine Hose ist.

Bis ich dann aber endlich soweit war, dass ich  mir zutraute die Passform einer Hose in den Griff zu bekommen, war ich mir gar nicht mehr so sicher, dass ich eine Hose aus diesem Stoff haben wollte und nicht doch lieber einen Rock .

Aber jetzt ist sie da - und gefällt mir, das verrückte Ding! Ginger, low rise, gerades Bein in verrücktem Animal Print (und Stoff für einen Rock habe ich auch noch übrig) :


Aber ich muss dazu sagen, dass ich hier wesentlich mehr Anpassungen vornehmen musste, als bei der Jalie Jeans, die ich Euch neulich zeigen konnte.

Es ging damit los, dass ich die Erfahrung machte, die so manch andere von Euch auch schon machte: anhand des Hüftumfangs habe ich meine Größe identifiziert. Da ich zwischen zwei Größen lag, und der Stoff Elasthan Anteil hat, wählte ich mutig die kleiner Größe und hatte nach dem Zusammenheften einen Sack an.

Ich hätte es sehen können, da ich die Schnittteile der Jalie Jeans ja auch schon hier rumliegen hatte. Die habe ich auch tatsächlich genutzt, um die Schrittnaht  zu vergleichen und festzustellen, dass ich bei der Ginger - trotz low rise - locker 3 cm in der Schrittlänge wegnehmen kann. Und ich könnte nochmal bestimmt 1 cm wegnehmen.

Stolz wie Oskar, dass ich das erkannt hatte, habe ich den Rest dann irgenwie ignoriert. Gut, das musste ich dann durch "Hose an, abstecken, Hose aus, enger nähen, Hose an, abstecken, Hose aus, enger nähen...." in gefühlten 50 Iterationen anpassen. So lange, bis ich dachte, noch mehr und meine Hand ist zu breit für den Eingriff der vorderen Hosentasche...

So geht's jetzt und die Hand geht grad eben auch noch in die Tasche. Aber  - bissel weit ist sie immer noch, dafür aber sehr bequem...

Das nächste Mal wähle ich ganz sicher einen Nummer kleiner (dann habe ich vielleicht nur noch 2 Iterationen) - oder siegt die Bequemlichkeit? Mir fällt in letzter Zeit auf, dass ich Skinny Jeans immer öfter als sehr beengend wahrnehme, ohne dass ich irgendwie zugenommen hätte.... Wer schön sein will, muss leiden? Och nö, eigentlich nicht....

Und das Muster ist ganz cool - eigentlich sieht man dank des Musters gar nicht, ob sie gut passt, oder nicht. Also passt sie ;-)


Find ich.


Die nächste wird aus Jeansstoff, definitiv eine Nummer kleiner (da ist sie sicherlich immer noch weit von Skinny entfernt), vielleicht dann mal low rise mit skinny leg - mal sehen.

In der gleichen Stoffkauf Session fiel mir auch ein Animal Print Pannee Samt in den Warenkorb. Was ich damit wollte - keine Ahnung. Aber nun war er da und wartete.

In einem ersten Schritt verwendete ich ihn für meinen Blazer (hier schon verbloggt), den ich immer noch gerne anziehe und an dem mir dieses Detail echt super gut gefällt.


Danach war noch eine ganze Menge von dem Samt übrig - und wartete....

Bis mir dann vor einigen Wochen der Schnitt für das Oversize Shirt Maikika von Schnittgeflüster über den Weg lief, den wollte ich unbedingt haben. Und um die Größe zu testen, grub ist diesen Panneesamt wieder aus - er musste jetzt endlich mal vernäht werden.

Also habe ich den Schnitt schnell zum Plotten geschickt, mich für die kurze Version mit überlappendem Vorderteil entschieden - und find's echt rockig!


Der Schnitt gefällt mir auch sehr und es gibt auch noch eine einfarbige Variante - die zeig ich aber ein anderes Mal!

Was schließe ich jetzt daraus? Kann ich mit Animal Print etwas anfangen? Ja, ganz sicher ;-) - ich find's cool!

Nochmal die ZuSammenfassung:

Schnittmuster Hose: Ginger Jeans von Closet Case Patterns, Low Rise, stovepipe legs
Stoff: Animal print Köper mit 3% Elasthan
Anpassungen: genäht in Gr. 8, Schrittlänge um 3 cm verkürzt, überall massiv Weite weg genommen
Schwierigkeit: mittel, eine Jeans hat ja doch viele Elemente 
Nochmal machen: ja, definitiv, dann aber mindestens eine Nummer kleiner

Schnittmuster Blazer: burda Schnitt, hier beschrieben

SchnittmusterOversize Shirt Maikika von Schnittgeflüster 
Stoff: Animal Print Pannee Samt
Anpassungen: genäht in Gr. 34, Schnitterweiterung für überlappende Vorderteile, keine Änderungen
Schwierigkeit: leicht
Nochmal machen: ja, einfarbig aus weichem Strick

Jetzt schnell beim MMM vorbei, und dann schnell bei Euch nachsehen, wie das bei Euch so ist, mit Animal Print ;-)!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,

Suse


Mittwoch, 11. Mai 2016

Jalie Jeans

Hosen und vor allem Jeans selbst nähen können - das ist für mich aktuell das Ziel 2016. Hier findet Ihr meine bisherigen Erfahrungen.

Die "Woman Stretch Jeans" von Jalie  hatte ich letzes Jahr schon mal als Probemodell versucht (hier gezeigt) allerdings auf allen Schnick und Schnack verzichtet, da ja Probemodell.

Jetzt wollte ich aber endlich eine richtige, echte Jeans mit allem drum und dran. Und da ausgestellte Beine inzwischen wieder "en vogue" sind, ist die Jeans von Jalie für mich der Schnitt der ersten Wahl.

Genäht habe ich wie schon beim Probemodell Gr. 28 und habe auch diesmal am Rücken 2 cm weggenommen. Unter Umständen könnte ich sie noch ein klein wenig enger nähen, aber mein Versuch eine ganze Nummer kleiner zu nähen war dann etwas zu ambitioniert und ein klarer Fall von Presswurst mit Atemnot und damit für die Tonne.

Außerdem habe ich mir diesmal von der Ginger Jeans den leichten Formbund geklaut, da der bei mir einfach besser sitzt. Der Jeansstoff (aus dem örtlichen Stoffladen) hat die im Schnittmuster angegebenen 4 % Elasthan Anteil.

Und sie sitzt gut (dehnt sich etwas aus nach einem Tag Tragen, aber absolut im erträglichen Bereich).

Die Falten an den hinteren Oberschenkeln habe ich tatsächlich an jeder Kaufjeans auch - die kann man sicherlich auch reduzieren, aber im Vergleich mit meinen gekauften Jeans bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden.

Die (englische) Anleitung von Jalie ist ziemlich knapp aber ich finde sie ganz gut verständlich und klar (besser als manche burda Anleitung): Eine Punkt für Punkt Anleitung auf 2 Seiten begleitend dazu noch grafische Darstellung der einzelnen Punkte - wenn man schon mal eine Hose / Jeans zusammengenäht hat, kommt man gut klar, aber so ganz Anfänger sollte man nicht mehr sein. Die Reihenfolge, wann was mit Ziernähten versehen werden sollte ist hilfreich.


Trotzdem sollte man, auch wenn es lästig ist, bevor man mit Ziernähten anfängt die Jeans erst Mal komplett inkl. Bund zusammenheften, um die Passform zu testen. Wenn's dann nach eventuellen Anpassungen sitzt, alles wieder auftrennen, dann alles ordentlich zusammen nähen und die Ziernähte anbringen.
Das ist viel Arbeit, aber festzustellen, dass die Jeans nicht passt und dann schon alle Ziernähte haben, ist noch viel lästiger, denn das Auftrennen von Ziernähten hinterlässt massive Spuren...

Abgesehen von der Passform haben es die Ziernähte doch auch in sich:
Nachdem ich damit bei meiner Girfriend Jeans echte Probleme hatte (Schlaufenbildung auf der Rückseite, ständig gerissenen Zierfaden, Nähmaschine frisst Stoff und Faden...) hatte ich diesmal einen Heidenrespekt davor.

Die Recherche im Internet ergab folgendes dazu:
  • benutze Jeansnadeln, oder Topstitch Nadeln. Die können auch mit dem Topstich Garn umgehen
  • Unterfadenspannung hochsetzen (normal bei mir 3-4, für die Ziernähte hatte ich 7-8 eingestellt)
  • die ersten Stiche mit dem Handrad nähen
  • langsam und geduldig nähen - im Zweifel an schwierigeren Stellen (mehrere Stofflagen oder Nähte, Ecken, Kurven, Richtungswechsel etc) das Handrad benutzen und lieber einen Stich mehr als einen zu wenig mit dem Handrad nähen
  • für gerade Stiche an den Kanten habe ich den Blindstichfuß genommen, da man hier eine super Führung hat und sehr gerade nähen kann
Das sind bestimmt nicht alle Tipps, die man so findet, aber genau diese habe ich angewendet - und sieht da, diesmal hat es ohne größere Probleme funktioniert.



Die Hosentaschen sind etwas groß, finde ich, aber ich kann damit leben- Da ich bestimmt noch eine Jalie Jeans nähen werde, kann ich das ja dann anpassen.

Mit dem letztes Jahr angefangenen Makerist Kurs zum Thema Hosengrundschnitt konstruieren bin ich noch nicht weiter gekommen. Mir hat in den letzten Monaten echt die Geduld und die Zeit dafür gefehlt, insofern kann ich dazu leider noch nichts weiter berichten.
Mal sehen, wann ich damit weiter komme.

Hat den vielleicht schon mal jemand anderes bis zum Ende gehört und umgesetzt? Eure Erfahrungen damit würden mich interessieren...

SchnittmusterWomen stretch Jeans von Jalie, tiefer Bund
Stoff: Strech Jeans (woher weiß ich nicht mehr)
Anpassungen: genäht in Gr. 28, am Rücken etwas enger gemacht, Formbund von der Ginger Jeans benutzt
Schwierigkeit: mittel, eine Jeans hat ja doch viele Elemente 
Nochmal machen: ja, definitiv.

Und, gibt es noch mehr Hosen beim Me Made Mittwoch? Daniela von Green Bird zeigt uns jedenfalls einen super schönen selbst gestrickten Pulli!

Euch noch eine schöne Woche!

SuSe

Mittwoch, 4. Mai 2016

Zusammen etwas Nähen

Bluse Pam La Maison Victor 1 2016
Quelle: La Maison Victor
Dieser Beitrag schlummert schon eine ganze Weile auf meiner Platte - es sollte in den letzten Wochen einfach nicht sein, das mit dem Bloggen. Mal war zu viel anderes zu tun, mal hatte ich keine Fotos, mal wollte ich lieber nähen als Bloggen und dann musste ich auch noch das Bloggertreffen in Stuttgart absagen, da mich die winterliche Erkältungswelle dann doch noch kurz vor knapp erwischt hat.

Ganz neidisch habe ich die begeisterten Berichte derjenigen gelesen, die es geschafft hatten, gemeinsam mit Muriel (Nahtzugabe5cm) und Elsa (Elsas Nährstoffe) die Stuttgarter Stoff-, Knopf- und Nadel und Faden Szene sowie viele tolle Gespräche mit interessanten Gesprächspartnerinnen zu genießen. Und der nächste Termin für einen tollen Ausflug steht schon und ich habe wieder keine Zeit...so was doofes, aber irgendwann werd' ich es schaffen ;-)!

Genäht habe ich aber in den letzten Wochen dann doch noch das eine oder andere Teil - manchmal sogar auch in netter Gesellschaft! Denn meine Freundin M. und ich trafen uns zu einem gemeinsamen Nähtag (selten genug, aber toll war's!!!)

Und entstanden ist die Bluse Pam aus der La Maison Victor (Ausgabe Januar/Februar 2016).

Verwendet hab ich einen schönen jeansblau gemusterten Viskosestoff, der letztes Jahr bei butinette zu bekommen war. Der fließt ganz toll und fühlt sich ganz weich an. Genau richtig jetzt für den Übergang - nicht zu warm bei Temperaturen um 20 Grad aber doch auch warm genug mit Strickjacke drüber.
Beim Versäubern habe ich mir diesmal etwas mehr Mühe gegeben und französische Nähte gemacht.

Dabei näht man die Teile nicht wie sonst rechts auf rechts zusammen, sondern zuerst links auf links auf der halben Nahtzugabe. Dann kürzt man die Nahtzugabe auf ca. 3mm, wendet das Teil und näht dann rechts auf rechts die normale Naht auf der Nahtzugabe. Dieses Video zeigt's ganz genau ;-)

Das Ergebnis sind ganz saubere Innennähte. Das sieht man zwar von außen nicht, aber das bisschen Mehraufwand lohnt sich definitiv: ich freu mich jedes Mal wie ein Kind, wenn ich das sehe und denke, das bekommt man an einer Standard Bluse aus dem Laden für normales Geld normalerweise nicht ;-)
Nächstes Mal versuche ich eine noch kleinere Nahtzugabe zu bekommen...

Diese Bluse war, nachdem ich die Zeitschrift in den Händen hielt, sofort auf meiner Liste, so wie bei einigen anderen Bloggerinnen auch.
Sie näht sich schnell, ist blusiger als ein Shirt und shirtiger als eine Bluse und damit sowohl zu Jeans ein lässiger als auch zu einem Rock ein schicker und vielseitiger Begleiter.

Man hat in den letzten Wochen einige super schöne Varianten gesehen,  z.B. Frau Vau  hat gleich zwei davon genäht, sie hat sogar in der zweiten Variante eine Knopfleiste drangebastelt!

Und es stimmt: dieser Schnitt lädt zum Experimentieren ein -  ich hätte auch gerne noch mehrere Varianten:
  • aus leichten Jersey
  • mit geknöpftem Schlitz
  • Schlitz und Bindeband am Rücken
  • hinten ein längerer, abgerundeter Saum
  • verlängern zum Kleid
  • .....
Jetzt brauche ich nur noch 6 Wochen Urlaub, dann fallen mir bestimmt noch viele andere Variationen ein ;-).

Aber der erste Schritt ist schon getan:  die nächste Pam liegt schon zugeschnitten an der Nähmaschine - ich probiere, wie sich dieser schöne Schnitt aus einem leichten Jersey macht ;-)
Die Jeans ist übrigens der Schnitt von Jalie (in diesem Beitrag schon mal als gut tragbares Probeexemplar gezeigt) - für mich ein idealer Jeans - Schnitt (ich freu mich so, dass es wieder mehr flared Jeans (mit ausgestelltem Bein) zu sehen gibt!!!), aber davon mehr das nächste Mal!

Beim Me Made Mittwoch, wo man sich jede Woche trifft, um schöne, kreative, selbst genähte Kleidung zu bewundern, möchte ich natürlich auch nicht fehlen!

Schnittmuster"Pam" aus der LMV Jan/Feb 2016
Stoff: Viskose von butinette
Anpassungen: genäht in Gr 36, ohne weiter Anpassung
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Nochmal machen: ja, definitiv - ausgeschnittene Teile liegen schon bereit!

Euch noch eine schöne Woche!

Viele Grüße,
SuSe